das pfeifende schwein
“mein nachbar … mein nachbar meinte eben zu mir, dass er glaubt, sein schwein pfeift la paloma”, keuchte simon aufgeregt, als er in die zentrale der superdetektive gestürmt kam.
“und?”, fragte ich nur, da mich das jetzt nicht wirklich vom hocker haute.
“mein bruder denkt bestimmt, dass das unser erster fall sein könnte”, meinte jakobus, der neben mir saß und mit seinen buntstiften ein bild für den kunstunterricht malte.
simon nickte zustimmend. “ich habe schon die schlagzeile vor augen: die drei fragezeichen und das pfeifende schwein.”
“dein nachbar hat noch nicht einmal ein schwein”, warf jakobus ein, doch simon dachte nicht einmal daran, sich in seiner euphorie bremsen zu lassen. “das macht die sache nur noch mysteriöser, als sie ohnehin schon ist”, sagte er unbeirrt und schaute mich erwartungsvoll an.
“hm, okay”, meinte ich schließlich, nachdem ich einige augenblicke darüber nachgedacht hatte. “bevor wir hier tag ein tag aus nur rumsitzen, bilder malen oder uns witze ausdenken”, ich hatte mir kurz zuvor einen wirklich saukomischen witz ausgedacht, “können wir auch der sache mit dem pfeifenden schwein nachgehen. simon und ich werden mal mit dem mann, der glaubt, sein schwein pfeift la paloma, sprechen, und du, jakobus, gehst derweil in die bücherei und schaust mal, ob du was über pfeifende schweine rausfinden kannst.”
“kann ich nicht einfach im internet nachschauen?”, fragte jakobus, der sich anscheinend immer noch nicht damit hatte anfreunden können, für recherche und archiv zuständig zu sein, mürrisch.
“wenn du meinst, dass du da eher was findest, nur zu”, sagte ich und begann, simon, der schon voraus geeilt war, hinterher zu laufen.


