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ach du schreck, der frosch

es schrub christian s. in heiliger bimbam — christian s. Mi 31 Mai 2006 10:53

ach du lieber google, denke ich mir. und zwar immer dann, wenn ich einen blick in die wordpress-statistik werfe und sehe, was doch für überaus interessante search strings zu “tod eines zu mittag speisenden” führten. so sind bspw. sowohl die dicken als auch die großen hupen ein sicherer garant für jede menge hits. aber auch begriffe wie frosch zertreten und hoden melken werden oft und gerne gesucht und anscheinend hier gefunden. besonders schön aber finde ich fragen …

was ist bei einem mops alles zu beachten?
ich gehe einfach mal davon aus, dass sie mit “mops” die hunderasse meinen. nach dem traktor der marke lanz bulldog aus dem jahre 1912 und dem dreirad-rennwagen der firma schmidt & bensdorf aus dem jahre 1925 wird ja eher selten gefragt. wenn sie etwas über den pinus mugo “mops” wissen wollen, so muss ich leider passen. mit nadelgehölz kenne ich mich nicht gut aus. eigentlich gar nicht.
bei einem mops (hund) sollten sie auf jeden fall darauf achten, dass der mops vier stummelige beine, zwei ohren und einen schwanz hat. zwei schwänze, wenn er ein rüde ist. einen leichten vorbiss sollte der mops auch noch haben. und ein zerknautschtes gesicht. damit er auch aussieht wie ein mops. das war’s eigentlich schon.

kann man dsungarischer hamster mit chinesischer hamster paaren?*
wenn sie bösartig veranlagt sind und ein wenig ethanol in das wasser des hamsters träufeln, können sie einen dsungarischen zwerghamster sogar dazu bringen, sich mit einer möhre zu paaren. durch den spiritus läuft der kleine racker so heiß, dass er sich mit allem paart, was nicht niet und nagelfest ist. das hört sich jetzt lustiger an, als es in wirklichkeit ist. glauben sie mir.
(chinesische hamster gibt es übrigens nicht. oder meinen sie einen hamster aus china?)

kroatische lied ach du schreck der frosch
gerne würde ich ihnen das lied “ach du schreck, der frosch” vorsingen, denn es ist eines der schönsten lieder des kroatischen chansonnier ivan klasnic. und auch eines seiner kürzesten. allerdings habe ich schon vor wochen mit dem singen aufgehört. aber mit dem text kann ich dienen, und der geht so:

sieh nur, goran. sieh doch nur.
dort oben auf dem baume – ach du schreck, der frosch.

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*richtig müsste es heißen: “kann man einen dsungarischen hamster mit einem chinesischen hamster paaren?”

nicht zwei oder drei und auch nicht mehr

es schrub christian s. in heiliger bimbam — christian s. Di 30 Mai 2006 10:52

das mädchen mit den holzpantoffeln stand vor dem sehr alten baum der weisheit und überlegte sich eine frage. denn jeder, der reinen herzens war und pantoffel aus holz trug, durfte dem sehr alten baum der weisheit eine frage stellen.*
“hallo sehr alter baum der weisheit”, sagte das mädchen mit den holzpantoffeln schließlich. “meine frage an dich lautet: werde ich den einen finden, den einen, der mich trägt auf händen, mich berührt an den siebzehn verbotenen stellen, und der mich liebt am tage und … äh, mindestens drei mal pro nacht?”
da sagte der sehr alte baum der weisheit:
“nein.”
“nein?”, fragte das mädchen mit den holzpantoffeln enttäuscht. “dann vielleicht … zwei mal pro nacht?”
“jeder nur eine frage”, antwortete der sehr alte baum der weisheit. “der nächste bitte.”
das mädchen mit den holzpantoffeln blickte sich um. weit und breit war niemand zu sehen.
“aber hier ist doch niemand”, sagte das mädchen. “bitte. nur noch eine frage.”
“nein. das darf ich nicht. jeder nur eine frage. genau eine frage, nicht zwei oder drei und auch nicht mehr. nur eine einzige.”
“och, komm schon. bitte, bitte”, flehte das mädchen mit den holzpantoffeln.
doch der sehr alte baum der weisheit sagte nur:
“der nächste bitte.”
da wurde das mädchen mit den holzpantoffeln sehr wütend, schnappte sich eine ihrer pantoffeln und schleuderte sie volle kanne gegen den sehr alten baum der weisheit, der dies aber kaum spürte, da seine rinde ziemlich dick war. mit dem blanken fuß trat das mädchen so fest es konnte gegen den alten baum, was dieser aber erst recht nicht merkte.
den sehr alten baum der weisheit verfluchend lief das mädchen weg. direkt in die arme des meuchelnden hannes, der das mädchen zwar nicht auf händen trug, doch mit diesen würgte. bis es schließlich starb.

*genau eine frage, nicht zwei oder drei und auch nicht mehr. nur eine einzige.

gunther, wenn man ihn braucht

es schrub christian s. in heiliger bimbam — christian s. Mo 29 Mai 2006 09:58

“verdammte hacke. wo zur hölle ist gunther, wenn man ihn braucht?”, brüllte ich gunther ins gesicht.
“aber ich stehe doch vor dir”, meinte gunther ziemlich kleinlaut.
“ach, weißt du was, gunther? deine elendige klugscheißerei, die steht mir bis hier.” ich zeigte gunther, bis wohin mir seine elendige klugscheißerei stand. “bis hier”, wiederholte ich. “und jetzt sieh zu, dass du land gewinnst.”

sein flauschiger schwanz streifte meine wange

es schrub christian s. in heiliger bimbam — christian s. Fr 26 Mai 2006 17:51

ich stand in meinem schlafzimmer, blickte an die decke und beobachtete eine kleine spinne dabei, wie sie sich ständig in ihrem eigenen netz verhedderte, als ein eichhörnchen geschwind an meinem körper hochkletterte, auf der linken schulter hocken blieb und eine haselnuss in meinem ohr versteckte.
“da wird sie keiner finden”, flüsterte es.
ich drehte meinen kopf zu dem eichhörnchen, so dass die spitze meiner nase es beinahe berührte.
“es sei denn, ich werde verraten, wo du sie versteckt hast”, sagte ich.
“davon würde ich dir abraten”, sagte das eichhörnchen und drohte mir mit seiner kleinen faust. schwarze kulleraugen funkelten mich böse an.
“du bist kein sehr nettes eichhörnchen”, stellte ich fest.
“das habe ich auch nie behauptet”, sagte es und dreht sich um. sein flauschiger schwanz streifte meine wange. dann sprang das eichhörnchen geschickt von meiner schulter, höppelte durch das zimmer und verschwand schließlich im kleiderschrank, während die spinne über mir nun vollends in ihrem eigenen netz gefangen war und sich nicht mehr bewegte.

phodopus sungorus (33)

es schrub christian s. in phodopus sungorus — christian s. Do 25 Mai 2006 13:48

“hey, du. kleiner dsungarischer zwerghamster. was machst du da?”
“ich wandel im schlaf.”
“muss man zum schlafwandeln nicht schlafen?”
“wer sagt denn, dass ich nicht schlafe?”
“nun ja. du sprichst doch gerade mit mir.”
“im schlaf, ja.”
“ah, verstehe. soll ich dich nachher wecken?”
“nein. ich möchte heute mal ausschlafen.”

die dreitausendfache leistung eines gewöhnlichen staubsaugers

es schrub christian s. in heiliger bimbam — christian s. Mi 24 Mai 2006 11:52

ich habe erst gestern wieder gelesen, dass man sich seine schweißdrüsen absaugen lassen kann. das ist eine prima sache für menschen wie mich, bei denen die schweißdrüsen recht ordentlich entwickelt sind und die dadurch mit einer übermäßigen schweißproduktion gesegnet sind, was in fachkreisen auch als hyperhidrose bezeichnet wird und dazu führt, dass man nicht nur im sommer schwitzt wie ein bison. daher dachte ich mir, dass es vielleicht keine schlechte idee wäre, die sache mit dem absaugen mal auszuprobieren. also habe ich mir heute morgen einen speziellen hochdrucksauger besorgt, den “super-sucker zx-3000″. dieser super-sauger hat die dreitausendfache leistung eines gewöhnlichen staubsaugers. ein heißes teil, sage ich ihnen, das man eigentlich nur benutzen darf, wenn man einen spezialanzug trägt. aber wenn ich diesen anzug trage, komme ich nur sehr schwer an die schweißdrüsen ran. besonders an die unter den füßen. deshalb werde ich es gleich erstmal ohne den anzug probieren. drücken sie mir also die daumen.

regen fand er ziemlich doof

es schrub christian s. in heiliger bimbam — christian s. Di 23 Mai 2006 11:00

hügelpinkel, der grinsende drache, flog eine kleine runde, hetzte den armen bauern barnfried über das komplette kornfeld und ließ einen baum nach dem anderen in feuer aufgehen. das bereitete hügelpinkel so verdammt viel spaß, dass er laut lachen musste, was sich jedoch für den armen barnfried, der sich hinter einen busch geworfen hatte, eher wie ein röcheln oder husten anhörte. insgeheim hoffte barnfried, dass der grinsende drache krank sei und bald sterben müsse.

als es anfing zu regnen, beschloss hügelpinkel zu seiner höhle zurück zu fliegen, denn regen fand er ziemlich doof. so beeilte sich der grinsende drache, schnell ins trockene zu kommen. dass der finstre drachentöter knibbelkopp in der höhle des drachen auf diesen wartete, ein paar dehnübungen machte und dann gähnend mit einem finger in seinem linken ohr puhlte, ahnte hügelpinkel nicht.

endlich wieder schöne lieder

es schrub christian s. in heiliger bimbam — christian s. Mo 22 Mai 2006 13:57

nicole “ein bißchen frieden” seibert meinte doch tatsächlich in einem zeitungsartikel:
“die horrorgestalt lordi gehört wohl eher in die geisterbahn als auf die grand-prix-bühne. wir wollen endlich wieder schöne lieder mit eingängigen melodien und texten hören.”
dann fing sie an zu weinen. (vermute ich.)

na, da frage ich mich nur, wen da die gute frau seibert mit “wir” meinte. sich selbst, den ralle siegel und oma erika? vielleicht noch alle zdf-hitparade-synchron-klatscher und die lustigen schlagerfreunde grevenbroich e.v.? von denen weiß ich zumindest, dass sie die lordi-masken “total gruselig” finden und sofort den ton an ihren fernsehern abgestellt hatten, als lordi am vergangenen samstag beim grand prix die bühne betraten. aber ich denke, auch frau seibert hatte vor schreck oder vor lauter vorurteilen den ton an ihrem fernseher schnell ausgeschaltet. sonst wäre ihr sicher aufgefallen, dass das “hard-rock-halleluja” doch eigentlich wunderbar ins ohr geht und – man höre und staune – sogar einen text hat.

auf pferden, wirklich?

es schrub christian s. in noch'n gedicht — christian s. Sa 20 Mai 2006 10:50

“hühnermann. oh, hühnermann. was soll nur aus dir werden?”
“ach, mutter. oh. oh, mutter. ach.
der hühnermann, dein sohnemann, will reiten nur auf pferden.”
“auf pferden, wirklich? willst du das? das willst du wirklich machen?”
“das will ich, und das werde ich.
bei jedem wetter, auch bei regen, und lauthals werd’ ich lachen.”

die unglaubwürdigen abenteuer des raumschiffs ux-4 (6)

es schrub christian s. in raumschiff ux-4 — christian s. Fr 19 Mai 2006 14:10

logbuch des commanders – sternzeit 190506

seit larney das schild an die replikator-maschine gehangen hat, ist moloko dem replizier-knopf fern geblieben. aber ich denke, das wieselflinke bakidu-weibchen hat ihm so einen schreck eingejagt, dass er auch so einen großen bogen um die maschine machen würde. moloko ist diesbezüglich wie ein kind. wie ein zugegebenermaßen recht großes kind. mit vielen muskeln und einem albernen, roten stirnband. ich hätte ihn nie die steuerung des schiffes übernehmen lassen dürfen …
wir haben immer noch nicht rausgefunden, wo wir uns eigentlich befinden. kaum zu glauben, dass man sich so verfliegen kann.

der omogone hat uns auch nicht weiterhelfen können. der arme kerl. hat ganz schön angst gehabt, in der dunklen kammer, in die larney ihn gesperrt hatte. kein licht, nur wenig sauerstoff. da hätte jeder angst bekommen. vielleicht sogar auch ich. jedenfalls hat er sich sofort an mein bein geklammert, als ich das schott geöffnet habe, und nicht mehr losgelassen. keine beleidigungen, und auch kein weiterer versuch, mir die commander-mütze vom kopf zu schlagen. dafür hat er gezittert. am ganzen leibe. wie die fünfbeinige zitter-kuh von bariton vii.
nachdem er sich wieder einigermaßen beruhigt hatte, wollte er uns endlich mitteilen, wo wir uns befanden, als larney den frachter des omogonen abgeschossen hatte. das hilft uns jetzt allerdings auch nicht mehr weiter. moloko hat zwischenzeitlich bestimmt siebenundzwanzigmal den kurs gewechselt. kann gut sein, dass wir bereits drei- oder viermal an blenedun-blir vorbei geflogen sind, ohne es zu merken. wir werden es wohl nie erfahren. so bleibt uns nur zu hoffen, dass wir an irgendeinem uns bekannten planeten vorbei kommen oder ein anderes raumschiff zufällig unseren weg kreuzt. larney habe ich deswegen absolutes schießverbot erteilt.

gu-pi ist durch den laser-phaser-schuss des wieselflinken bakidu-weibchens nicht schwer verletzt worden. tenikus sind recht zähe burschen. obwohl “zäher bursche” für einen teniku ja eigentlich der falsche ausdruck ist. denn gu-pi ist kein mann. allerdings auch keine frau. sondern irgendwas dazwischen. mmh. tenikus sind schon ziemlich seltsame wesen. mit ihrer blaugrünen haut und den facettenaugen einer biber-fliege. aber gute piloten. das muss man ihnen lassen. ich weiß zwar nie, was gu-pi mir sagen will, wenn er mich in seiner komischen sprache anbrumselt, aber meistens ist es auch nicht wichtig. denke ich.

mein name ist commander b. burl. ich bin nur etwa einen halben meter groß, ein ziemlich wilder kerl und werde gleich versuchen, den omogonen von meinem bein zu bekommen. ich habe eine riesige commander-mütze auf dem kopf und hier die kontrolle.

meistens.

das croissant, das nur selten lachte

es schrub christian s. in heiliger bimbam — christian s. Do 18 Mai 2006 15:03

“isch… isch bin ein crois…croissant”, nuschelte die banane. sie hatte einen oder auch zwei über den durst getrunken und sah das croissant, das direkt vor ihr stand, gleich zweimal. “haha. ha”, lachte sie über ihren kleinen scherz.
das croissant, das nur sehr selten lachte, guckte die banane, die an einigen stellen schon matschig braun war, böse an. es hatte bananen noch nie wirklich leiden können.

phodopus sungorus (32)

es schrub christian s. in phodopus sungorus — christian s. Mi 17 Mai 2006 10:36

“hey, du. kleiner dsungarischer zwerghamster. was machst du da?”
“ich trauer.”
“deiner jugend hinterher?”
“nein. das nicht. ich … wie meinst du das?”
“nun, äh …”
“sehe ich denn schon so alt aus?”
“ähm, nein. natürlich nicht. vielleicht … ein wenig.”
“ich sehe also schon ein wenig alt aus?!”
“da komme ich jetzt nicht mehr raus, oder?”
“nein. ich denke nicht.”

zierlich wie ein putzig reh

es schrub christian s. in noch'n gedicht — christian s. Di 16 Mai 2006 11:38

ihre faust traf mich am schädel1
uh, das tat mir ziemlich weh
dabei war das süße mädel2
zierlich wie ein putzig reh.3

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1 meine hübsche nase hat sie mir zertrümmert, um genau zu sein. mit ihren fäusten aus waschbeton.
2 sie hieß anuschka und kam aus nowosibirsk. (nowosibirsk ist eine sehr schöne stadt.)
3 eigentlich war sie eher zierlich wie ein amerikanischer bison. aber “amerikanischer bison” reimt sich nicht einmal halb so gut auf “ziemlich weh” wie “putzig reh”. aus diesem grunde habe ich mich gekonnt der dichterischen freiheit bedient.

herr molle – epilog

es schrub christian s. in herr molle — christian s. Mo 15 Mai 2006 10:23

herr molle wurde wach und wunderte sich. der geruch gebratener hähnchen drang an seine knollige nase.
“wie sonderbar”, stellte herr molle fest.
er rieb sich seine nase, die augen, kratzte sich am kopf und bemerkte, dass er sich in einem bett befand. in seinem bett. in seinem schlafzimmer. vielleicht war letztendlich doch alles …
“nur ein traum”, sagte herr molle, gähnte erleichtert und lächelte.
plötzlich hörte er eine schrille frauenstimme rufen:
“er ist wach. er ist wach. ich habe ihn gähnen gehört.”
dann wurde die tür zu seinem schlafzimmer aufgestoßen.
“seht nur, ich habe recht. er ist wach”, schrie tunja außer sich und stolperte in den raum.
“hallo, herr molle”, sagte sibill, betrat ebenfalls den raum und blieb neben ihrer schielenden schwester stehen.
“siehst du, sibill. herr molle ist wach”, sagte tunja keuchend, wobei sie leicht sabberte.
“ja, tunja. das sehe ich.”
“ha… hallo ihr zwei”, stotterte herr molle und verabschiedete sich langsam von der hoffnung, alles nur geträumt zu haben, während ein pferd gemächlich das schlafzimmer des dicken mannes durchschritt und hinter den beiden schwestern stehen blieb.
“hallo herr molle”, sagte das pferd und schien dabei zu grinsen. auf dem sprechenden pferd saß ein kleiner zwerg mit unglaublich vielen ringen an jedem seiner finger.
“hallo herr molle”, sagte auch odo, der ringträger.
“oh. hallo”, sagte herr molle sichtlich überrascht, während letzte zweifel zum schlafzimmerfenster flitzten, es öffneten und sich ins freie stürzten.
“das ist aber eine … überraschung”, meinte herr molle.
“eine schöne überraschung, nicht wahr?”, sagte tunja.
“äh, ja. eine schöne überraschung.” herr molle versuchte zu lächeln. es wirkte aber sehr gequält, und er fing an zu schwitzen.
“wir haben was für sie”, sagte sibill.
“oh”, meinte herr molle. er ahnte böses. “doch nicht etwa … eine neue aufgabe?”
“oh nein. ohneinohneinohnein”, sagte tunja. “riechen sie doch mal, herr molle.”
“an deinen verbogenen füßen?!”
“hihi, nein”, lachte tunja. “riechen sie einfach so.”
herr molle roch einfach so. und da war er wieder. der wunderbare duft gebratener hähnchen.
“gebratene hähnchen.” herr molle strahlte.
“zweiundvierzig stück”, sagte sibill und hielt plötzlich ein tablett mit zweiundvierzig gebratenen hähnchen in den händen. “nur für sie, herr molle. nur für sie.”

einen finger im po

es schrub christian s. in kennen sie ... ? — christian s. Fr 12 Mai 2006 15:33

kennen sie kanch??

nicht?! uh, das sollten sie aber.
kanch? kommt aus japan, wird dort hauptsächlich von kindern im grundschulalter gespielt und ist ein ziemlich fieser streich, bei dem die hände gefaltet werden, die zeigefinger jedoch ausgestreckt bleiben. bei kanch? geht es darum, in einem unbeobachteten augenblick die ausgestreckten zeigefinger seinem zumeist nichts böses ahnenden opfer in den … äh, po zu rammen. richtig gelesen. in den po. die zeigefinger. das finden die japaner dann wohl lustig. oder auch schön. ich habe keine ahnung. auf jeden fall scheint gerade eine wahre kanch?-welle nach deutschland zu schwappen. allein gestern versuchten gleich drei mir nicht bekannte personen ihre zeigefinger in meinen na-sie-wissen-schon zu stecken. die ersten beiden habe ich aus einem reflex heraus grün und blau geprügelt, bevor ich den dritten schließlich zur rede stellte. und der klärte mich dann über kanch? auf und sagte, dass alles nur ein spaß sei. gelacht hat er dabei allerdings nicht. ich hatte ihn die ganze zeit im schwitzkasten.

nun, jetzt wissen sie über kanch? bescheid. was auch besser ist, bevor sie nachher noch selbst unangenehm überrascht werden, einen fremden finger im po und eine anzeige wegen körperverletzung an der backe haben.

in einem gigantischen feuerball

es schrub christian s. in heiliger bimbam — christian s. Do 11 Mai 2006 14:52

herr unpünktlich blickte auf seine uhr. er war spät dran, aber das war halb so wild. er war immer spät dran. man würde auf ihn warten. und wenn nicht, wäre es ihm auch egal. dass sein fuß höllisch schmerzte, war ihm allerdings nicht egal.

“verdammter hubschrauber”, fluchte herr unpünktlich. ein hubschrauber war vor etwa drei stunden auf seinem linken fuß gelandet. der pilot des hubschraubers hatte herrn unpünktlich nur kurz zugewunken und war dann in einem loch im boden verschwunden. von dem mistkerl fehlte seitdem jede spur.

“verdammter mistkerl”, schrie herr unpünktlich. dann rammte er seinen kopf wütend gegen den hubschrauber. doch er tat sich damit keinen sonderlich großen gefallen. der hubschrauber explodierte in einem gigantischen feuerball. und herr unpünktlich mit ihm.

heute mal ausnahmsweise

es schrub christian s. in heiliger bimbam — christian s. Di 9 Mai 2006 21:38

“guten morgen, herr rahm”, sagte frau malteser. “wie geht es ihnen?”
“ah. hallo frau malteser.” herr rahm steckte seinen kopf aus dem briefkasten, in dem er wohnte, und lächelte freundlich. “es muss, es muss. sie kennen das ja.”
“ja, das kenne ich.” frau malteser nickte. sie kannte das.
herr rahm kletterte aus dem briefkasten, streckte sich kurz und richtete seinen anzug. dann steckte er eine hand in den briefkasten und zog einen schwarzen aktenkoffer hervor. und einen hut. den setzte sich herr rahm auf den kopf.
“ah, was für himmel”, sagte herr rahm. “keine wolke weit und breit.”
“fantastisches wetter”, stimmte frau malteser ihm zu. “aber morgen soll es schon wieder regnen.”
“schade”, sagte herr rahm und setzte sich auf das bobbycar, das neben dem briefkasten stand. “sehr schade. dann werde ich morgen wohl wieder mit dem bus zur arbeit fahren müssen.”
herr rahm rollte einige zentimeter die straße hinunter.
“jetzt muss ich aber los”, sagte er.
“passen sie auf, herr rahm”, sagte frau malteser. “an der grundschule haben sie eine radarfalle aufgebaut.”
“oh, vielen dank. dann werde ich mich heute mal ausnahmsweise an die geschwindigkeitsbegrenzung halten.” herr rahm lachte. “ich wünsche ihnen noch einen wunderschönen tag, frau malteser.”
“ja, den wünsche ich ihnen auch, herr rahm”, sagte frau malteser und hob ihre hand zum abschied.
dann düste herr rahm davon.

die unglaubwürdigen abenteuer des raumschiffs ux-4 (5)

es schrub christian s. in raumschiff ux-4 — christian s. Di 9 Mai 2006 10:34

logbuch des commanders – sternzeit 090506

larney hat es leider immer noch nicht geschafft, die replikator-maschine zu reparieren. er meint, dass er wohl noch zwei oder drei tage brauchen wird, bis sie wieder richtig funktioniert. ich habe ihm gesagt, er solle ein schild malen, mit dem hinweis, dass die maschine immer noch außer betrieb ist, und dass auf keinen fall der replizier-knopf gedrückt werden darf. wegen moloko. dem kann man ja dreißigmal sagen, dass er nicht auf den replizier-knopf drücken soll. und sobald man den raum verlassen hat, hat er es auch schon wieder vergessen und einer seiner kleinen, behaarten wurstfinger nähert sich dem knopf.

als larney noch damit beschäftigt war, das schild zu malen, und ich gerade meinen wohlverdienten mittagsschlaf hielt, hat moloko in einem unbeobachteten augenblick tatsächlich auf den replizier-knopf gedrückt. ein schwangeres, wieselflinkes bakidu-weibchen sprang daraufhin aus der maschine, schrie etwas völlig unverständliches in gnadenlos hohen tönen und ballerte mit einem laser-phaser wild um sich. moloko konnte sich noch schnell hinter das große schaltpult mit den vielen hebeln und knöpfen werfen, doch gu-pi, der unglücklicherweise gerade den raum betrat, hat es erwischt. an der schulter, vermutlich nicht wirklich schlimm. aber mit sicherheit sehr schmerzhaft. jetzt liegt er wieder in seiner kabine und brumselt vor sich hin. der arme kerl.
larney hat blitzschnell reagiert, als das bakidu-weibchen auftauchte und die schüsse fielen. wir haben ihn den halben tag suchen müssen, um ihn in seinem versteck zu finden.
das bakidu-weibchen ist nach einer kurzen weile von alleine zurück in die replikator-maschine geklettert. wenig später war es auch schon wieder verschwunden. komische sache.

mein name ist commander b. burl. ich bin nur etwa einen halben meter groß, ein wahnsinnskerl und werde gleich mal nach gu-pi schauen und ihm einen teller flumsh bringen. ich habe eine riesige commander-mütze auf dem kopf und hier die kontrolle.

meistens.

phodopus sungorus (31)

es schrub christian s. in phodopus sungorus — christian s. Mo 8 Mai 2006 09:35

“hey, du. kleiner dsungarischer zwerghamster. was machst du da?”
“ich jubel.”
“nicht sehr enthusiastisch.”
“eigentlich habe ich ja auch gar keinen grund zu jubeln.”
“oh. und wieso nicht?”
“mein magen …”
“dein magen?!”
“ist genauso leer wie meine futterschale.”

wollte möhren essen

es schrub christian s. in noch'n gedicht — christian s. Fr 5 Mai 2006 11:00

an einem teich1
saß ich allein und
wollte möhren2 essen
bemerkte nicht
was hinter mir
ein wolf3 mich aufgefressen.

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1 ein hippopotamus amphibius badete direkt vor meinen augen und beachtete mich nicht.
2 möhren sind sehr gesund und gut für die augen. sie gehören zu den doldengewächsen.
3 eigentlich bin ich mir da gar nicht so sicher, ob das überhaupt ein wolf war.

wie james last

es schrub christian s. in heiliger bimbam — christian s. Do 4 Mai 2006 10:21

benno, der einarmige fliesenleger, hat gesagt:
“wenn selbst james last nicht mehr lacht, wie james last, dann sind wir jenseits von eden.”

(das lasse ich jetzt einfach mal so stehen.)

nochmal, frau schnute

es schrub christian s. in frau schnute — christian s. Mi 3 Mai 2006 10:42

“ich habe letzte nacht von tom cruise geträumt, wie er auf einem schwein durch mein schlafzimmer reitet”, sagte frau schnute. “das war ganz schön gruselig.”
“das kann ich mir vorstellen”, sagte ich. “hat er einen cowboyhut getragen?”
“ich glaube nicht”, sagte frau schnute. “aber sicher bin ich mir nicht.”
“überlegen sie nochmal, frau schnute.”
“mmh”, meinte frau schnute. “er hatte da was auf dem kopf.”
frau schnute dachte angestrengt nach.
“das war aber kein cowboyhut. eher ein truthahn. oder ein … mutterkuchen.”
“vielleicht ein mutterkuchen, der aussah wie ein truthahn?!”
“ja”, sagte frau schnute. “das war es.”
“merkwürdig”, sagte ich. “sehr merkwürdig. vielleicht wäre es besser, wenn sie heute bei mir übernachten, frau schnute.”

mit einem dumpfen plumps auf hartmut

es schrub christian s. in heiliger bimbam — christian s. Di 2 Mai 2006 01:41

es fing an zu regnen, doch das störte peter den ziegenhirten nicht.
ein vogel flog vorbei und besudelte seinen braunen umhang. das hingegen störte peter, der angewidert den vogelkot auf seiner schulter betrachtete. dann suchte er den grauen himmel nach dem übeltäter ab und entdeckte schließlich das flüchtende federvieh. er nahm einen schweren stein und warf diesen gute zwanzig meter an dem vogel vorbei. der stein landete mit einem dumpfen plumps auf hartmut dem quirligen maulwurf, der sich gerade erst von einer schmerzhaften schließmuskelentzündung erholt hatte, und begrub ihn unter sich.

“verdammter vogel”, murmelte peter der ziegenhirte. “aber ziemlich flink, das muss man ihm lassen.”

peter der ziegenhirte setzte sich auf einen felsigen brocken und wischte sich mit einem taschentuch den vogelkot vom umhang, während einige meter weiter hartmut der nun nicht mehr ganz so quirlige maulwurf versuchte, den schweren stein von sich zu wälzen. der kleine elefant, der direkt daneben stand und den stein aufmerksam beobachtete, machte keine anstalten, ihm zu helfen. er hatte andere sorgen.

"wie sonderbar", sprach der mann in meinem kopf, rieb sich kurz seine nase und machte einen purzelbaum.