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phodopus sungorus (74)

es schrub christian s. in phodopus sungorus — christian s. Mi 30 Sep 2009 14:40

“hey, du. kleiner dsungarischer zwerghamster. was machst du da?”
“ich pupse durch die nase.”
“hm, das ist ja schon irgendwie eklig.”
“eigentlich nur, wenn ich vorher rübenkraut gegessen habe.”
“und wieso das?”
“weil ich von rübenkraut immer durchfall bekomme.”
“uh. das ist jetzt aber mal wirklich eklig.”
“yep, das ist es.”

sie sind ein clown, oder?

es schrub christian s. in heiliger bimbam — christian s. Mo 28 Sep 2009 11:29

ich schlenderte gemütlich durch die straßen, denn ich war an diesem morgen nicht in eile, als ich plötzlich lustige flötenmusik vernahm. die musik schien langsam näher zu kommen, und im nächsten moment sah ich auch schon einen seltsamen mann, der ein farbenfrohes gewand und gelbe schuhe mit bömmeln trug, um eine ecke tanzen. er blieb vor mir stehen und spielte noch eine weile auf seiner flöte, hörte aber schließlich auf, als er mein fragendes gesicht bemerkte.
“sie sind ein clown, oder?”, fragte ich den fremden, der mich nicht unfreundlich anlächelte und nun den kopf schüttelte.
“nein. oh nein”, lachte er. “ein clown bin ich nicht. clowns schminken sich das gesicht.”
der flötenspieler hatte natürlich recht, und ich ärgerte mich ein wenig über meine doofe frage. “dann müssen sie ein … ein lustiger musikant sein”, vermutete ich, da diese ja des öfteren bunte gewänder tragen, sich aber nur selten schminken.
der mann lachte erneut. “nein, ein lustiger musikant bin ich auch nicht”, sagte er. “obwohl ich schon sehr lustig sein kann.”
“aber was zum geier sind sie dann?”, fragte ich den komischen kauz.
“ich bin der elefantenfänger von köln-sülz”, meinte er und spielte eine kurze melodie auf seiner flöte – wahrscheinlich um seine worte zu unterstreichen -, während ich ihn nur schweigend anstarrte. von elefanten war weit und breit nichts zu sehen.
“in köln-sülz gibt es keine elefanten”, sagte ich schließlich, und der elefantenfänger hörte augenblicklich auf zu spielen.
“natürlich nicht”, lachte er. “die habe ich ja auch schon alle gefangen und aus der stadt geführt.” der seltsame kerl setzte erneut seine flöte an die lippen und spielte nun eine verteufelt schnelle melodie, zu der er einen kurzen aber ziemlich akrobatischen tanz aufführte. als er fertig war, grinste er mich verschmitzt an. “jetzt ziehe ich weiter nach köln-riehl”, sagte er fröhlich, “da soll es noch den ein oder anderen elefanten geben.”
ja, und zwar im elefantenhaus des kölner zoos, du armer irrer, dachte ich, während der elefantenfänger von köln-sülz oder -riehl oder wieauchimmer tanzend weiterzog.

das ist wirklich keinem aufgefallen

es schrub christian s. in lesungen — christian s. Mo 21 Sep 2009 11:29

“und das ist wirklich keinem aufgefallen?”, fragte simon ungläubig, und ich schüttelte den kopf. da die stimmlippen der kuh, die mir dr. mabuse erst ein paar tage zuvor eingepflanzt hatte, von meinem körper abgestoßen wurden, habe ich am samstag in berlin meine texte nicht vorlesen können. stattdessen habe ich heimlich ein tonband, das ich bei einer der letzten lesungen mitgeschnitten hatte, abgespielt und lediglich meine lippen dazu bewegt.
“ich hätte nicht gedacht, dass das funktioniert”, schrieb ich auf einen zettel und lächelte stumm, während simon anfing, laut zu lachen.

gelacht hat auch der ein oder andere zuhörer, und ein paar haben anschließend sogar geklatscht. und das haben sie über den abend geschrieben:

6 herrengedecke und ein sessel aus plüsch

abgeschminkt

“immer wenn ich dich sehe, muss ich an schutzgeld denken”

6x pipialarm im weltall

der morgen danach

dingenslesung berlin

lesung: 6 herrengedecke und ein sessel aus plüsch

eh ich’s vergess’….

hört mir doch mit dieser lesung auf

back home

die 3-phasen-dingenslesung

berlin, berlin

begleitfilm – 6huesap lesung in berlin

lesung im berliner soupanova (plus fotos)

lasst uns den deutschsprachigen blograum vereinigen!

Bilder einer Lesung

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und jetzt, bilder:

frau von welt

hinter blume und lampe fast nicht zu sehen: frauvonwelt

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der.grob

einigermaßen synchron zum tonband: der.grob

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taubenvergrämer

mit neuer frisur: juf aka taubenvergrämer

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mc winkel

die lacher auf seiner seite: mc winkel

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viktor vaudeville

traf jeden ton gleich doppelt: viktor vaudeville

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versammelte mannschaft

gemeinsam auf der bühne: die versammelte mannschaft

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vielen dank an alle, die am samstag in berlin mit dabei waren, gelacht und geklatscht haben. es war uns ein fest.

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(mehr bilder von der lesung gibt es hier zu sehen.)

phodopus sungorus (73)

es schrub christian s. in phodopus sungorus — christian s. Mi 16 Sep 2009 11:56

“hey, du. kleiner dsungarischer zwerghamster. was machst du da?”
“ich ma… du lieber himmel, was ist mit deiner stimme los?”
“was … soll mit ihr los sein?”
“du klingst wie eine kuh, der man das sprechen beigebracht hat.”
oh, das ist nicht gut.”
“aber ungemein komisch.”

termin bei dr. mabuse

es schrub christian s. in lesungen — christian s. Mo 14 Sep 2009 13:27

ich habe mir heute einen termin bei dr. mabuse geben lassen. er wird morgen meine verkümmerten stimmlippen, die der grund für meine helium-stimme nach alkoholgenuss sind, durch die einer kuh ersetzen. somit werde ich vor der lesung am samstag in berlin meine lesefähigkeiten mit hilfe einer flasche wodka verbessern können, ohne anschließend nach micky maus zu klingen. ich hoffe nur, dass ich mich nach der operation nicht wie eine kuh anhöre. dr. mabuse meint zwar, ich solle mir keine sorgen machen – viele menschen laufen mittlerweile mit den stimmbändern von kühen rum, sogar peter kloeppel – aber ein restrisiko besteht natürlich immer.

wenn sie wissen wollen, wie ich mich nach der operation anhöre und wie meine neuen stimmlippen so klingen, kommen sie doch am samstag einfach um 19:00 uhr ins soupanova nach berlin.

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6 herrengedecke in berlin

vladik und kaiser bob

es schrub christian s. in heiliger bimbam — christian s. Mi 9 Sep 2009 12:51

ich hatte ja vor einiger zeit mal beiläufig erwähnt, dass ich als kind nicht sonderlich hübsch war und marty feldman zum verwechseln ähnlich sah. nun, auch als jugendlicher hatte sich nicht viel daran geändert – abgesehen davon, dass ich nun ein gutes stück größer und vielleicht sogar noch ein klein wenig hässlicher war. so hässlich, dass in der tanzschule niemand mit mir tanzen wollte. nicht einmal jenny mit den klumpfüßen, die lieber alleine über die tanzfläche humpelte als mich zu berühren, oder bettina, die es eigentlich mit jedem tat. sogar die blinde mareike weigerte sich standhaft, mit mir zu tanzen, obwohl sie mich nur vom hörensagen kannte. dass ich letztendlich doch noch tanzen lernte, habe ich einem mann zu verdanken – vladik miagkostoupov.

vladik miagkostoupov hatte nämlich nicht nur unglaublich schlechte zähne sondern auch einen recht talentierten tanzbären namens kaiser bob, mit dem er durch die lande zog und der mir das tanzen beibringen sollte. kaiser bob sträubte sich zwar anfangs davor, mit mir das tanzbein zu schwingen, allerdings konnte vladik seinen bären mit hilfe eines eisenrohres und ein paar wuchtigen schlägen auf den hinterkopf davon überzeugen, dass ein tanz mit mir ihn schon nicht umbringen würde – anders als vielleicht das eisenrohr. also tanzte ich mit dem bären und der bär mit mir, während vladik dazu in die hände klatschte und den takt vorgab. den ganzen winter lernten vladik und kaiser bob mich das tanzen, und als der frühling kam, war ich der geschmeidige tänzer, der ich heute noch bin.

so, und das nächste mal erzähle ich ihnen, wie ich mir mit einer laubsäge, einer feile und etwas tesafilm das gesicht operiert habe wie aus dem hässlichen entlein, das ich damals war, letztendlich doch noch ein einigermaßen ansehendlicher schwan wurde.

der blonde hase auf dem bauch

es schrub christian s. in heiliger bimbam — christian s. Mo 7 Sep 2009 11:27

“dicke ham’s so schrecklich schwer mit frauen”, erklang es aus dem radio. “denn dicke sind nicht angesagt.”
herr bonjour schmunzelte nur und tätschelte den kopf der nackten blondine, die aussah wie ein fotomodel und wahrscheinlich auch eins war. sie lag auf herrn bonjours monströsem riesenbauch und kraulte seine behaarte brust, während eine zweite frau mit dunklen haaren und riesigen tröten gerade dabei war, seine mächtigen füße ordentlich durchzukneten.
“drum müssen dicke auch karriere machen. mit kohle ist man auch als dicker gefragt”, sang der kerl im radio, und da herr bonjour weder einen job noch sonderlich viel geld hatte, musste er lauthals lachen. sein massiger körper fing an zu beben. dann bebte das ganze haus.
der blonde hase auf dem bauch bekam angst, wollte schnell von herrn bonjour runter und rutschte in ihrer eile in den riesigen bauchnabel des fetten mannes. es machte flupsch, und die schöne frau war verschwunden.
“ups”, sagte herr bonjour, während die andere frau – sie hatte längst mit ihrer fußmassage aufgehört – anfing, zu kreischen.
herr bonjour lachte noch ein wenig lauter, rülpste aus versehen doch ohne scham.
“na du fette sau”, sagte marius müller-westernhagen, und wie auf kommando explodierte herr bonjour mit einem gewaltigen knall.

der rosafarbene bulldozer

es schrub christian s. in heiliger bimbam — christian s. Do 3 Sep 2009 11:26

ich sah gerade aus dem fenster und beobachtete den stets gut gelaunten bimbam-vogel dabei, wie er der holzbeinigen schönheit lulú domingos aus dem zweiten stock ein ständchen brachte, als etwa dreihundert bis an die zähne bewaffnete und zu allem entschlossene mambo-ameisen über meinen linken fuß tanzten und ein lied über freiheit, gleichheit und freibier für alle sangen. genau verstehen konnte ich sie allerdings nicht, da der rosafarbene bulldozer in meinem rechten ohr gerade anfing, sich geräuschvoll in mein trommelfell zu bulldozern, was mich erschrocken zusammenzucken und gleichzeitig verzückt aufschreien ließ.
“freibier für alle”, keuchte ich den ameisen in meiner grenzenlosen ekstase entgegen, woraufhin diese sich vor meinen augen in dreihundert pingpong-bälle verwandelten.
das hatte ich nicht gewollt.

"wie sonderbar", sprach der mann in meinem kopf, rieb sich kurz seine nase und machte einen purzelbaum.