ich hatte ja vor einiger zeit mal beiläufig erwähnt, dass ich als kind nicht sonderlich hübsch war und marty feldman zum verwechseln ähnlich sah. nun, auch als jugendlicher hatte sich nicht viel daran geändert – abgesehen davon, dass ich nun ein gutes stück größer und vielleicht sogar noch ein klein wenig hässlicher war. so hässlich, dass in der tanzschule niemand mit mir tanzen wollte. nicht einmal jenny mit den klumpfüßen, die lieber alleine über die tanzfläche humpelte als mich zu berühren, oder bettina, die es eigentlich mit jedem tat. sogar die blinde mareike weigerte sich standhaft, mit mir zu tanzen, obwohl sie mich nur vom hörensagen kannte. dass ich letztendlich doch noch tanzen lernte, habe ich einem mann zu verdanken – vladik miagkostoupov.
vladik miagkostoupov hatte nämlich nicht nur unglaublich schlechte zähne sondern auch einen recht talentierten tanzbären namens kaiser bob, mit dem er durch die lande zog und der mir das tanzen beibringen sollte. kaiser bob sträubte sich zwar anfangs davor, mit mir das tanzbein zu schwingen, allerdings konnte vladik seinen bären mit hilfe eines eisenrohres und ein paar wuchtigen schlägen auf den hinterkopf davon überzeugen, dass ein tanz mit mir ihn schon nicht umbringen würde – anders als vielleicht das eisenrohr. also tanzte ich mit dem bären und der bär mit mir, während vladik dazu in die hände klatschte und den takt vorgab. den ganzen winter lernten vladik und kaiser bob mich das tanzen, und als der frühling kam, war ich der geschmeidige tänzer, der ich heute noch bin.
so, und das nächste mal erzähle ich ihnen, wie ich mir mit einer laubsäge, einer feile und etwas tesafilm das gesicht operiert habe wie aus dem hässlichen entlein, das ich damals war, letztendlich doch noch ein einigermaßen ansehendlicher schwan wurde.