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phodopus sungorus (45)

es schrub christian s. in phodopus sungorus — christian s. Mi 31 Jan 2007 17:39

“hey, du. kleiner dsungarischer zwerghamster. was machst du da?”
“wer sagt eigentlich, dass ich ein zwerghamster bin?”
“die frau in der zoohandlung hat das gesagt.”
“kann es nicht sein, dass ich ein krokodil bin?”
“wie kommst du darauf, dass du ein krokodil bist?”
“nun ja, meine zähne sind verteufelt scharf, und ich bin auch sonst ziemlich gefährlich. GRARGRARGRAR.”
“GRARGRARGRAR?! …ähm, gut. aber du kannst nicht schwimmen.”
“krokodile können schwimmen?”
“fast wie delphine.”
“hmm. dann bin ich wohl doch kein krokodil.”

augen auf

es schrub christian s. in heiliger bimbam — christian s. Di 30 Jan 2007 20:04

“hallo, hübscher mann”, hauchte mir die fremde ins ohr. “wie schaut’s aus, tragen sie unterwäsche?”
“baby”, hauchte ich zurück, “mach die augen auf. ich trage noch nicht einmal oberwäsche.”

zucker, keine milch

es schrub christian s. in heiliger bimbam — christian s. Mo 29 Jan 2007 21:07

“könnte ich vielleicht einen kaffee haben?”, fragte ich den polizeibeamten, der mir gegenüber am tisch saß und seit geraumer zeit versuchte, eine kleine tischlampe so einzustellen, dass sie mich blendete.
“sie können hier gar nichts”, sagte der mann barsch, schob die lampe weniger millimeter nach links und schien endlich mit der einstellung zufrieden zu sein. ich sah in grelles licht und hörte ihn sagen: “so, und jetzt noch mal von vorn…”
“ich habe ihnen schon gesagt, was ich weiß”, beteuerte ich, was allerdings nicht stimmte. “ich habe mit der sache nichts zu tun.” auch das stimmte nicht.
“was können sie mir über den expressionistischen sexualinhilator sagen?”
uh, der mann ist gut, dachte ich. wirklich gut.
“genauso viel wie über den intrinsischen insuffizienzprozessor“, antwortete ich. “nichts.”
“ah, der intrinsische insuffizienzprozessor… gut, dass sie ihn ansprechen.”
oh mist, verdammter. ich hatte mich verplappert.
“ähm, ich… könnte ich vielleicht einen kaffee haben?”, versuchte ich abzulenken. “zwei stücke zucker, keine milch.”
widererwartend drückte der mann auf einen unscheinbaren knopf im tisch, beugte sich ein wenig vor und sprach in die tischplatte. oder in ein mikrophon, das sich in der tischplatte befand. “kaffee, zwei stücke zucker und milch. viel milch.” der mann grinste böse.
es vergingen keine siebenundzwanzig sekunden, da betrat eine junge frau den abgedunkelten raum, so schön wie eine blume mit brüsten, und mit einem endogenen sexualfaktor von mindestens fünfzig, der mich auf der stelle wuschelig machte.
“ich… äh, kaffee”, sabberte ich, als die junge frau den kaffee vor mir auf den tisch stellte.
“ja, das ist kaffee”, sagte sie lächelnd. “heißer kaffee, also vorsicht beim trinken.”
ich gluckste unbeholfen.
“ähm, ja”, unterbrach der mann unseren kleinen flirt, und die frau verließ umgehend den raum. ich hätte mich gerne noch eine weile mit ihr unterhalten. “nun wischen sie sich mal ihren mund ab, und dann kommen wir zurück zum intrinsischen insuffizienzprozessor.”
ich wischte mir den mund am ärmel ab und sagte schließlich:
“ich weiß nicht, wovon sie reden.”
ich nahm einen schluck von dem kaffee, der leider nicht halb so gut schmeckte wie die frau, die ihn gebracht hatte, aussah, dafür aber tatsächlich verteufelt heiß war. ich verbrannte mir die zunge und fluchte leise.
“mein informant sagt da aber etwas anderes”, behauptete der bulle.
“ihr informant ist eine ponywurst“, sagte ich keck, was vielleicht keine so gute idee war. mein gegenüber richtete sich langsam auf und starrte mich böse an. ich sah zwar nicht, wie sich seine nackenmuskulatur anspannte, doch hörte ich, wie sein hemd am rücken riss. er schien wirklich mächtig stinkig zu sein.
“mein informant ist KEINE ponywurst”, sagte er betont ruhig, bevor er plötzlich mit einer hand so fest auf den tisch schlug, dass beinahe die lampe hinunter gefallen wäre. “MEIN INFORMANT IST KEINE PONYWURST”, wiederholte er brüllend und spuckte galle, die auf meinem arm landete und ein wenig brannte.
“hohoho”, versuchte ich ihn zu beruhigen und rutschte auf meinem stuhl sicherheitshalber einige zentimeter nach hinten. “natürlich ist er das nicht. ihr informant ist bestimmt ein sehr guter… äh, informant. der am liebsten ponywürste isst… ja, äh. genau. das wollte ich eben sagen. ihr informant isst eine ponywurst.”
ich gratulierte mir leise zu diesem hervorragenden einfall und hoffte, dass auch der gereizte bulle mir zu diesem einfall gratulierte. oder zumindest darauf verzichtete, mich zu klump zu hauen.
dann verließ er ohne ein weiteres wort zu sagen oder zu brüllen den raum.
“die alphabetisierung macht ihm zu schaffen”, sagte eine stimme hinter mir. “sie müssen seinen kleinen… gefühlsausbruch entschuldigen.”
ein zweiter mann, den ich bisher noch nicht bemerkt hatte, kam aus einer dunklen ecke des raumes und setzte sich auf den stuhl, auf dem eben noch der wütende polizeibeamte gesessen hatte, dessen informant wohl keine ponywurst war.
“alpha…betisierung?”
“oder abecetisierung, wie wir es auch nennen”, lachte der mann. “wie dem auch sei. sie wollten gerade etwas über den intrinsischen insuffizienzprozessor erzählen…”

durch pferde sehen

es schrub christian s. in heiliger bimbam — christian s. Do 25 Jan 2007 20:02

“ich weiß nicht, ob das auf die dauer gesund ist”, gab ich offen zu.
“sehe ich so aus, als würde es mir in irgendeiner weise schaden?”
ich musterte meinen gegenüber, dessen stimme ein wenig dumpf klang. sein kopf steckte unter einem roten plastikeimer.
“nun ja… das”, sagte ich, “kann ich erst beurteilen, wenn sie diesen eimer von ihrem kopf nehmen.”
“ich werde diesen eimer nicht von meinem kopf nehmen. niemals”, brüllte der eimermann beinahe außer sich. “das ist mein lieblingseimer. er ist rot.”
“sie können den eimer ruhig aufbehalten”, beruhigte ich ihn und trommelte leicht mit meinen fingern auf dem eimer rum. “tut das weh?”, fragte ich.
“nö”, sagte der mann unter dem eimer. “aber es ist sehr laut.”
“soso. sehr laut also. hmm. sagen sie, wie viele finger halte ich hier hoch?” ich hielt ihm drei finger vor den eimer.
“drei”, hörte ich ihn unter dem eimer sagen. ich hielt schnell einen weiteren finger hoch, und er sagte “jetzt vier”.
“hmm. gut”, gab ich zu. “sehr beeindruckend. sie können durch eimer sehen.”
“ich kann auch durch pferde sehen”, behauptete er.
“tatsächlich? ja, hmm. durch pferde. durch kühe auch?”, wollte ich wissen.
“solange sie nicht aus blei sind”, lachte der mann. “und solange mir natürlich keiner kryptonit unter die nase hält, haha.”
dann stand er plötzlich auf. so schnell, dass beinahe sein eimer vom kopf gefallen wäre.
“jemand braucht meine hilfe”, erklärte der eimermann knapp, ging zum fenster und öffnete es. noch ehe ich “tun sie das besser nicht” sagen konnte, warf er sich nach draußen.
ich hörte ihn etwa dreißig meter unter meinem fenster hart auf dem boden aufschlagen.
“wieder einer dieser spinner, die sich für superman halten, nur weil sie durch eimer gucken können”, sagte ich zu mr. fong, dem zwergenhaften chinesen mit der melone, der mich aber ignorierte. ich ging zum fenster, schloss es und rief einen krankenwagen.

es kommt herunter

es schrub christian s. in feen tragen stiefel — christian s. Mi 24 Jan 2007 23:07

es kommt herunter.
es kommt herunter.
es regnet draußen.
sie fragt dich
warum du denkst, dass es lustig ist.
es kommt herunter.
es kommt herunter.
sie verlässt dein haus.
sie musste rausgehen.
sie ist wütend,
sie wird ihre matratze mitnehmen.

es kommt herunter.
es kommt herunter.
du liegst auf dem boden.
sie knallt die tür zu.
sie ist gegangen,
und sie hat deinen roten pullover an.

von poesie absolut keine ahnung

es schrub christian s. in noch'n gedicht — christian s. Di 23 Jan 2007 19:55

“es wird mal wieder zeit für ein gedicht.”
“och nö, nicht noch’n gedicht. die letzten waren ja nicht so die knüller.”
“also ich fand die gut.”
“na, wie du meinst. so lange es kein gedicht über einen meerrettich… was!?”
“was spricht gegen gedichte über meerrettiche?”
“gedichte über meerrettiche gibt es wie sand am meer.”
“aber die meisten sind langweilig und doof.”
“nein. alle sind langweilig und doof. aber sei’s drum. schieß los.”
“gerne…

ein meerrettich ging durch den wald
und dachte sich “mein gott, schon bald
werd’ ein fahrrad ich mir kaufen
werd’ fahrrad fahren, muss nicht mehr laufen
und wäre schneller als der wind.”
so lachte er, fast wie ein kind.
bemerkte nicht des hungers not
es auf ihn fraß, der rettich tot.

…und?”
“hmm.”
“was heißt hier ‘hmm’?”
“das ende ist irgendwie komisch.”
“irgendwie komisch? irgendwie komisch?! ach, du hast doch von poesie absolut keine ahnung.”
“na und? du doch auch nicht.”

das zeichen seiner macht

es schrub christian s. in sehr geehrter fragensteller — christian s. Mo 22 Jan 2007 20:41

wie erkennt man den häuptling der indianer?

sehr geehrter fragensteller. schaut man sich “cowboy und indianer”-filme an, so könnte man meinen, den häuptling der indianer erkennt man an seinem kopfschmuck, der im vergleich zu gewöhnlichen indianern ziemlich imposant ausfällt. das stimmt aber nicht.* beschäftigt man sich ein wenig intensiver mit indianern, ihrer kultur und büffeln, wird man recht schnell erkennen, dass der häuptling der indianer eine rassel aus hartem leder um seinen hals trägt, die nicht nur das zeichen seiner macht und potenz, sondern auch eine gefährliche waffe darstellt. in ausgelassener stimmung benutzt er diese rassel auch als… äh, rassel, um rhythmische geräusche zu erzeugen, zu der seine lieblingssquaws nackt um das lagerfeuer hüpfen und einen obszönen tanz aufführen. zur freude aller männlichen indianer, die sich zwar die augen zuhalten müssen, meist jedoch heimlich durch ihre finger spinksen.

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*der indianer, der in einer geheimen abstimmung zum stammestrottel gewählt wurde, muss diesen riesigen kopfschmuck tragen.

mokolpa-john genannt

es schrub christian s. in heiliger bimbam — christian s. Do 18 Jan 2007 20:02

herr john, der eigentlich immer windhosen trug, hatte an diesem tag nur einen hauch von nichts an, obwohl ein stürmischer wind um seine lenden wehte und es auch sonst ziemlich frisch war, an eben diesem tag. da aber herr john schon ziemlich behaart zur welt kam und ihm jeden tag siebenundzwanzig neue haare wuchsen, nie aber welche ausfielen, sah herr john schon in jungen jahren aus wie ein mokunanesischer mokolpa-bär, die ja bekanntermaßen niemals frieren, nicht einmal frösteln. und so ging herr john, der von seinen freunden oft mokolpa-john genannt wurde, was dieser gar nicht mochte, und an diesem tag nur einen hauch von nichts trug, in die große stadt, um sich ein paar neue windhosen zu kaufen. denn auch wenn er sie nicht wirklich brauchte, der behaarte kerl, trug er sie doch recht gerne. und seine alten, die waren ihm davongeflogen.

der hase liegt im pfeffer, da

es schrub christian s. in heiliger bimbam — christian s. Di 16 Jan 2007 20:19

“haben sie schon gesehen?”
ich war gerade auf den weg zu meinem lieblings-sexshop, um mir neue kugelschreiber mit lustigen aufdrucken zu kaufen, als mir ein komischer kauz mit verbogener brille und albernen grinsen vor die füße sprang.
“der hase liegt im pfeffer, da.”
ich blieb stehen und schaute in die richtung, in die der kauz mit seiner kleinen hand zeigte.
“wo?”, fragte ich und sagte “ich sehe keinen hasen”, denn ich sah tatsächlich keinen hasen. und auch keinen pfeffer. nur eine mauer, auf die der komische kauz immer noch zeigte.
“na da.”
ich ging zu der mauer und klopfte gegen sie. der fremde zuckte zusammen.
“eine mauer. klopfklopf. kein hase. kein pfeffer.”
“kein… hase?” er schüttelte ungläubig seinen kleinen kopf.
“nein. eine stinknormale mauer.”
“wo ist der hase?”, fragte der verwirrte kauz und war augenscheinlich den tränen nahe.
“ich… äh”, stotterte ich. “vielleicht hinter der mauer?”
“hinter der mauer, ja”, lachte der fremde und klatschte in seine kleinen hände. “der hase ist hinter der mauer.”
er schaute mich mit großen, erwartungsvollen augen an.
“der pfeffer auch?”
“äh… oh ja, bestimmt”, sagte ich, obwohl ich nicht glaubte, dass sich hinter der mauer der pfeffer befand. oder ein hase. oder gar ein hase im pfeffer. “ich muss dann aber mal weiter”, sagte ich und wollte gerade meinen weg fortsetzen, als der kauz mich fragte:
“helfen sie mir noch kurz über die mauer, ja? mit einer räuberleiter.”
“ich kann sie auch über die mauer werfen”, wollte ich sagen, sagte es aber nicht, weil es gelogen und gemein gewesen wäre. also sagte ich nur “klar”, und hielt ihm meine gefalteten hände hin, in die er einen fuß setzte. ich erkannte, dass es ein nackter fuß war, und ekelte mich ein wenig. dann hob ich den kauz an, der ungeschickt über die mauer kletterte und sich fallen ließ. vermutlich nicht auf einen hasen.
“oh oh”, hörte ich ihn schreien.
“oh oh?”
“ich bin auf den hasen gefallen”, rief der komische kauz, wobei seine stimme zitterte. “und ich glaube, er ist tot.”
“auf den hasen gefallen…”, wiederholte ich ungläubig. “ähm, gut. oder auch nicht. dann… äh, sollten sie ihn begraben”, rief ich über die mauer.
“wo?”, hörte ich den kauz mit weinerlicher stimme fragen.
“neben dem hund”, sagte ich und setzte meinen weg fort, bevor mich der komische kauz noch fragen konnte, ob ich ihm beim graben helfen könnte.

zu weit weg

es schrub christian s. in heiliger bimbam — christian s. Sa 13 Jan 2007 11:59

wir schreiben das jahr 1997 und befinden uns in einer kleinen stube des 3. fmaufkrgt 940 in daun, in der zwei junge männer ihre freizeit vor einem alten commodore amiga 500 verbringen und ein “kick off 2“-spiel über wahnwitzige 90 minuten bestreiten. den schiedsrichter haben sie so eingestellt, dass er für böse gucken eine gelbe karte, für die kleinste berührung eine rote gibt.
in der 65. minute und beim stand von 1:0 hat der eine der beiden einen einwurf, jedoch keinen weiteren feldspieler mehr auf dem platz. der andere hat nur unwesentlich mehr spieler und fragt:

“was ist denn jetzt?”
“jetzt haben wir ein problem. der will anscheinend den ball nicht einwerfen, wenn kein weiterer feldspieler in der nähe ist.”
“hmm.”
“wir hätten den schiri nicht so einstellen sollen, dass er jeden mist pfeift.”
“versuch mal, zum torwart zurück zu werfen.”
“klappt nicht. der ist zu weit weg.”
“verdammt. wir hätten den schiri nicht so einstellen sollen, dass er jeden mist pfeift.”
“sag ich ja.”
“richtig, ja. sagtest du.”
“ja. hmm. und nu?”
“würde sagen, einigen wir uns auf unentschieden.”
“hohoho. ich führe 1:0.”
“und ich habe noch 25 minuten, den ausgleich zu schießen. und zwei mann mehr auf den platz.”
“du hast schon seit zehn minuten zwei mann mehr auf dem platz. und nicht den hauch einer chance gehabt.”
“ich war gerade dabei, dich müde zu spielen.”
“mich müde zu… oh junge. na gut, einigen wir uns auf unentschieden.”
“gut. ich nehme deine kapitulation an.”
“bitte was? kapitula…”
“nur ein spaß. unentschieden. das ist gerecht. außerdem muss ich mal pissen.”
“uh, und ich erst. scheiß babyblase.”

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(für sven – der schmerz ist vergangen. geblieben ist die leere und der platz neben mir.)

baby. du sagst es

es schrub christian s. in unterhaltungen — christian s. Do 11 Jan 2007 18:13

“himbeereis zum frühstück.”
“himbeergeist zum frühstück?! eine hervorragende idee.”
“rock’n’roll im fahrstuhl.”
“rock’n’roll, baby. du sagst es. rock’n’roll.”
“du und ich wir waren…”
“hemmungslos bekifft?”
“hoffnungslos verrückt.”
“haha, ja. das auch.”

aus kupfer, nicht aus blech

es schrub christian s. in heiliger bimbam — christian s. Mi 10 Jan 2007 20:58

“ich will aber kein roboter werden, wenn ich groß bin, mutter.”
“aber als roboter verdient man wirklich nicht schlecht. schau dir onkel lp-mc an.”
“hmm. onkel lp-mc sieht nicht sehr glücklich aus, bei dem, was er macht.”
“ach was. das sieht nur so aus. onkel lp-mc ist sehr reich.”
“und hat einen kopf aus blech.”
“aus kupfer. er hat einen kopf aus kupfer, nicht aus blech.”
“ist doch egal. jedenfalls sieht er ziemlich bescheuert aus. und nicht glücklich.”
“aber er… er ist sehr reich.”
“geld macht aber nicht glücklich, mutter.”
“und was möchtest du werden, wenn du groß bist?”
“eine blume. ich möchte eine blume werden.”
“aber als blume verdient man nun wirklich nicht sehr viel. eigentlich gar nichts.”
“aber wenigstens sind blumen glücklich.”

ich fand, was die frau suchte

es schrub christian s. in heiliger bimbam — christian s. Di 9 Jan 2007 19:58

“haben sie meinen…” die junge frau streckte sich zu mir hoch und flüsterte etwas in mein ohr. “…gesehen?”
“ihren… uh, ich befürchte nicht”, sagte ich und schüttelte den kopf.
“oh, wirklich nicht?”
“nein, tut mir leid.”
“könnten sie vielleicht noch mal nachschauen?”, fragte die junge frau, blickte mich mit ihren braunen kulleraugen an, und ich sagte nur:
“wo meinen sie, soll ich nachschauen?”
“in ihrer tasche natürlich”, sagte sie und deutete auf meine hosentasche.
“in meiner… äh, ja. natürlich. wo auch sonst?”, meinte ich ironisch.
ich steckte eine hand in die hosentasche und tatsächlich, ich fand, was die frau suchte.
“oh”, meinte ich sichtlich überrascht. “ich… habe keine ahnung, wie das da hingekommen ist.”
“ich auch nicht”, sagte die frau und lächelte. “ich auch nicht.” sie nahm mir das fundstück aus der hand und gab mir einen zärtlichen kuss auf die nase. “danke.”
“gern… geschehen”, meinte ich, blickte der jungen frau noch eine weile hinterher und durchwühlte dann die taschen meiner hose nach weiteren sachen, die ich dort nicht erwartete. ich fand nur die krümelhaften überreste eines mitgewaschenen taschentuchs.

es gibt einen arzt

es schrub christian s. in feen tragen stiefel — christian s. Mo 8 Jan 2007 18:57

es gibt einen mann, den ich ausfindig gemacht habe, der könnte uns allen freude bringen
es gibt einen arzt, den ich ausfindig gemacht habe, der könnte den jungen heilen
es gibt einen arzt, den ich ausfindig gemacht habe, der könnte den jungen heilen

es gibt einen mann, den ich ausfindig gemacht habe, der könnte sein leid beseitigen
er lebt in dieser stadt, lass ihn uns morgen sehen
er lebt in dieser stadt, lass ihn uns morgen sehen

seine trommeln im spiel

es schrub christian s. in kennen sie ... ? — christian s. So 7 Jan 2007 11:29

kennen sie takumi nakamura?

takumi nakamura ist japans bekanntester profi-trommler und soundmagier* und war vor nicht allzu langer zeit ein viel gefragter mann in hollywoods traumschmiede. so sorgte er beispielsweise bei “den gefährten” für eine gänsehaut, als er die angsteinflößenden trommeln der grauseligen moria-orks so fürchterlich hat erklingen lassen, und auch bei peter jacksons “king kong” waren seine trommeln im spiel. doch dieser film sollte vorerst sein letzter blockbuster sein, denn takumi nakamura verletzte sich im felsenkanal von takeshi’s castle schwer, als versehendlich ein echter felsbrocken anstatt einer aus polystyrol die schmale rinne hinunter und über takumi gerollt wurde. siebenundzwanzig knochen waren allein in seinem rechten arm gebrochen, kurzzeitig auch sein lebenswille, doch die schlimmen verletzungen überwunden arbeitet der kleine japaner nun fleißig an seinem comeback. und ich bin mir sicher, nach seiner überaus beeindruckenden vorstellung im japanischen verkaufsfernsehen werden die angebote aus hollywood nicht mehr lange auf sich warten lassen.

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*nicht zu verwechseln mit hans klok, dem schnellsten magier der welt.

phodopus sungorus (44)

es schrub christian s. in phodopus sungorus — christian s. Do 4 Jan 2007 12:01

“hey, du. kleiner dsungarischer zwerghamster. was machst du da?”
“ich verdaue.”
“oh, was verdaust du denn?”
“das sage ich nicht.”
“du siehst jedenfalls so aus, als hättest du das… das sofakissen… du hast doch nicht etwa…?”
“glaub mir, es sah leckerer aus, als es ist.”

zweige auf jeden fall

es schrub christian s. in heiliger bimbam — christian s. Di 2 Jan 2007 11:29

“wieso nennen sie dich eigentlich elefantenmensch?”
“soll das ein witz sein?”
“nein, wieso?”
“hast du schon mal das ding in meinem gesicht gesehen?”
“huch. das ist aber eine ziemlich lange nase.”
“eine ziemlich lange nase?!”
“ähm… nicht?”
“nein. das ist keine nase. das ist ein rüssel. ein verdammter rüssel.”
“tatsächlich?”
“natürlich. oder kannst du mit deiner nase erdnüsse, strohballen oder gar holzstämme aufheben?”
“du kannst mit deiner nase holzstämme aufheben?”
“nun ja. holzstämme vielleicht nicht. aber äste… kleine äste. zweige auf jeden fall.”
“das ist ja wahnsinn.”
“ich könnte dich auch mit wasser bespritzen.”
“echt?”
“sicher. elefantenmenschen können das.”

"wie sonderbar", sprach der mann in meinem kopf, rieb sich kurz seine nase und machte einen purzelbaum.