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wir alle wünschen ihnen

es schrub christian s. in heiliger bimbam — christian s. So 31 Dez 2006 13:55

frau schnute, herr molle, meine oma, der dsungarischer zwerghamster, commander b. burl, moloko, larney, gu-pi und der omogone, mein menstruanischer gebisswurm, der babilonische stolpervogel, herr bertelskamp, der olle hinrich, frau dosenfuß, der kleine timmy und bonita, der schlafende flachriemer, der gelbe dingdong-vogel, der fliegende franzose françois, der einarmige chansonnier jacques und das stück holz, das ich bob genannt habe, der grüne maulwurf mit noppen, das gemeingefährliche schnabeltier, der taube löwe börtel, die taube antilope winnie, herr unpünktlich, peter der ziegenhirte, herr rasen aka der frosch, charles borowski, der mann mit der chef-mütze, joe, der wurm mit den viel zu großen ohren, der sieben jahre alte fruchtjoghurt gombo, rebecca, rubbeldiekatz, das auge unter meinem fuß, frau uhse und herr schnurpe, gamli, mein leicht schwachsinnige nachbarsjunge mit den zwei verbogenen ohren futzi müller, marianne und michael, herr makel, fräulein bogart, baby bob, könig flomobil, bart der bartlose, raspelauge, der mann in meinem kopf und natürlich auch ich – wir alle wünschen ihnen alles gute für das jahr 2007.

im schuppen hockt joe

es schrub christian s. in heiliger bimbam — christian s. Sa 30 Dez 2006 10:29

ich bin neu hier, und das sieht man mir auch an.
“sie müssen der neue sein”, sagt der mann mit der chef-mütze. “charles… charles bukowski?!”
“borowski”, korrigiere ich ihn.
“ah, ja. dann schnappen sie sich gleich mal die kiste bananen dort drüben und bringen sie hinten in den schuppen. joe zeigt ihnen dann, wie man die bananen am geschicktesten schält.”
“alles klar”, sage ich und schnappe mir die kiste mit den bananen. jetzt nur nicht fallen lassen, denke ich, während der mann mit der chef-mütze mich dabei beobachtet, wie ich die kiste auf meine schulter wuchte und zum schuppen torkel. er wartet nur darauf, dass ich stolper und sich die bananen über den ganzen hof verteilen. ich tue ihm den gefallen nicht.
im schuppen hockt joe auf einer umgedrehten kiste und schält bananen. eine nach der anderen, im sekundentakt. eine ganze weile stehe ich wie angwurzelt neben joe und kann meinen blick nicht von seinen flinken fingern lassen. ich habe noch nie einen menschen so schnell bananen schälen sehen.
“setz dich doch”, sagt joe ohne seine arbeit zu unterbrechen, lächelt mich an und deutet mit seinem kopf auf eine zweite leere kiste.
ich setze mich wortlos auf die kiste, schnappe mir eine banane und schäle sie, während joe mir gegenüber in der gleichen zeit vier bananen schält.

rosenkohl, und der wurm

es schrub christian s. in heiliger bimbam — christian s. Mi 27 Dez 2006 10:59

als die grüne farbe endlich von meiner haut abgeht, ist es bereits kurz nach drei. es riecht verdächtig nach rosenkohl, und der wurm mit den viel zu großen ohren hat sich schon halb durch den stuhl aus holz gebohrt, auf dem ich so gerne zu sitzen pflege, wenn es nichts besseres zu tun gibt, als einfach nur auf einem stuhl zu sitzen und claudius, dem gezähmten schielaugen-büffel dabei zu beobachten, wie er die tapete von der wand knabbert. (wenn ich gewusst hätte, dass schielaugen-büffel keine stieltrauben-trüffel mögen, hätte ich ihm nüsse mitgebracht.)
als der stuhl endlich zusammenbricht, fange ich an zu lachen.
“gute arbeit”, sage ich zu dem wurm mit den viel zu großen ohren.
“danke”, sagt er, springt geschickt auf mein knie und fängt ebenfalls an zu lachen. er ist mir gleich sympathisch, und ich zeige ihm, wie toll ich mit rosinen jonglieren kann.

wie wild an einer kleinen kurbel

es schrub christian s. in heiliger bimbam — christian s. Sa 23 Dez 2006 15:09

meine tunnel-aktion ging ziemlich in die hose, ich habe mich gehörig verbuddelt. anstatt wie geplant in china rauszukommen erblickte ich gestern das licht der welt in mokunana, wo eigentlich nur wenig licht ist, da die sonne hier nur etwa drei minuten lang am tag scheint, die spinnen so groß wie ziegen und die frauen so hübsch wie… äh, ziegen sind. tschutschu-bingo, der noch um einiges hässlicher als eine ziege ist und mich irgendwie an jürgen drews erinnert, steht gerade grinsend neben mir und kurbelt wie wild an einer kleinen kurbel, damit ich genug strom habe, um auf einem computer aus holz und stroh diese zeilen hier tippen zu können. wie die das in mokunana mit dem internet machen, habe ich noch nicht rausgefunden. aber es funktioniert, und ich vermute mal, dass die elektrisierten (und fürchterlich stinkenden) mokunanesischen riesenflöhe, die wie bekloppt zwischen dem holzkasten mit den holztasten und einem kleinen loch im boden hin und her flitzen, dabei eine entscheidene rolle spielen. wie dem auch sei.
nun hocke ich erst einmal in diesem kleinen dorf mitten in mokunana und werde wohl auch weihnachten hier verbringen. denn bongbong, der fetteste mann, den ich je gesehen habe, ist heute morgen in die tunnelöffnung gefallen aus der ich kam. siebenundzwanzig der kräftigsten mokunanesen und einige seltsame tiere, die elefanten sein könnten, wenn sie denn rüssel hätten und nicht lila wären, versuchen gerade, bongbong aus dem loch zu heben. drei flaschenzüge sind dabei schon zu bruch gegangen. jetzt haben sie sich etwas neues ausgedacht und graben einen zweiten tunnel, um so in den ersten zu gelangen, so dass die stärksten mokunanesen bongbong von unten drücken können und die etwas weniger starken ihn von oben ziehen. oder umgekehrt. da herrscht anscheinend noch uneinigkeit. sollte das nicht klappen, werde ich wohl hier bleiben. oder einfach über die zweite tunnelöffnung meine heimreise antreten. aber das fände ich gegenüber bongbong irgendwie unfair. obwohl er ja eigentlich selber schuld ist, dieser fette kerl. mal schauen.
gombo hat übrigens immer noch nicht gesprochen. dafür aber werfen sich die mokunanesen jedes mal in den staub, wenn er an ihnen vorbei stolziert und seine grunzgeräusche von sich gibt. ihm scheint es zu gefallen. ich würde mich nicht wundern, wenn er nicht mit mir zurück kommen möchte…

da ich bis morgen wohl nicht wieder zu hause sein werde, wünsche ich ihnen allen von hier aus schon mal ein gesegnetes weihnachtsfest. und da gombo gerade wild grunzt, denke ich, dass er ihnen das auch wünscht.

los. erwarten sie mich

es schrub christian s. in heiliger bimbam — christian s. Mo 18 Dez 2006 20:30

meine kaffeemaschine hat heute zu mir gesprochen. erst dachte ich, gombo, der sieben jahre alte fruchtjoghurt, der die meiste zeit auf meiner mikrowelle hockt und löcher in die tapete starrt, hätte mit mir geredet, woraufhin ich mich erst einmal sehr gefreut habe. ich versuche nämlich schon seit einigen jahren, gombo das sprechen beizubringen. aber bis auf einige grunzgeräusche hat gombo noch kein wort rausgebracht. dafür kann er sich aber mittlerweile recht flott bewegen. immerhin. sprechen kann er leider immer noch nicht.
jedenfalls meinte meine kaffemaschine, ich solle doch endlich anfangen zu graben. einen tunnel bis nach china. wie ich es schon so lange vorhabe. “sonst wird das nie was”, hat sie gesagt. und ich denke, meine kaffeemaschine hat recht. daher habe ich mir heute einen klappspaten, einen grubenarbeiterhelm und ein wenig proviant besorgt. ich bin also bestens gerüstet.
gombo wird mich dabei in einem rucksack begleiten. ich würde es mir nämlich nie verzeihen, wenn ich seine ersten worte verpassen würde. wie dem auch sei… morgen früh geht es los. erwarten sie mich nicht vor samstag zurück. und wünschen sie mir glück…

lang waren wir ein paar

es schrub christian s. in heiliger bimbam — christian s. Do 14 Dez 2006 20:07

ich war mal in einen kuchen verliebt, der hieß rebecca. drei jahre lang waren wir ein paar. doch die liebe verging, und ich trennte mich von ihr.

gestern habe ich rebecca wiedergesehen und hätte sie fast nicht erkannt. sie lag auf der straße und sah nicht gut aus. aus dem einst so wunderhübschen kuchen war ein zermatschtes, braunes häufchen geworden, um das einige fliegen kreisten.
“geh weg”, hat sie gesagt, als sie mich erkannte. “ich will nicht, dass du mich so siehst.”
ich bückte mich zu ihr hinunter und streckte meine hand aus, wollte sie streicheln.
“rebecca, ich…”
“nein. bitte, geh. und vergiss, dass du mich so gesehen hast.”
“aber…”
“bitte… geh.”
es fing an zu regnen, und ich ging.
als ich mich noch einmal zu ihr umdrehte, hatte der regen rebecca bereits aufgelöst, und kleine kuchenkrümel trieben in den gulli.

jacques, der einarmige chansonnier

es schrub christian s. in heiliger bimbam — christian s. Mi 13 Dez 2006 21:13

françois, der fliegende franzose, kam durch das offenstehende fenster geflogen, landete geschickt neben einer leeren bierflasche und klopfte drei mal kurz an meine schranktür, woraufhin ich ihm öffnete.
“salut. mein name ist françois, der fliegende franzose”, sagte françois, deutete eine verbeugung an und fragte: “ist jacques, der einarmige chansonnier zu sprechen?”
ich musterte den fliegenden franzosen, der in diesem moment jedoch nicht flog sondern einfach nur vor mir stand und freundlich lächelte, und überlegte kurz, woher er wohl wusste, dass der einarmige chansonnier jacques in dem schrank wohnte, in dem auch ich lebte. denn jacques hatte, seitdem er bei mir wohnte, noch nie den schrank verlassen, und ich hatte noch nie von ihm erzählt. (wieso der einarmige chansonnier jacques überhaupt bei mir im schrank wohnte, wusste nicht einmal ich. denn eines morgens war er plötzlich da, und da er nicht weiter störte und die meiste zeit nur in der hinteren ecke des schrankes stand und leise lieder sang, konnte er auch bleiben. nur einmal war ich kurz davor, ihn rauszuwerfen, da sang er wirklich laut und schief, hörte aber sofort auf, als ich ihm das stück holz, das ich bob genannt habe, an den kopf geworfen hatte.)
“äh, ja”, sagte ich. “der ist da. natürlich.”
“darf ich mit ihm reden?”, fragte françois der fliegende franzose höflich.
“sicher, ja. hereinspaziert.”
ich machte einen schritt zur seite und die geste, die man meistens macht, wenn man jemanden hinein bittet.
der fliegende franzose kletterte in meinen schrank und stieß sich seinen nur mit wenigen haaren bestückten kopf an der glühbirne, die an einem kurzen kabel von der decke hing, die einzige lichtquelle darstellte und meinen schrank wenigstens ein wenig erhellte.
“aua”, meinte françois, der fliegende franzose, denn die birne, die nun hin und her baumelte, war verteufelt heiß.
“da vorne steht er”, sagte ich und deutete auf einen kleinen mann, der in der ecke des schrankes stand und leise geräusche von sich gab, bei denen es sich um töne und lieder handelte, was man allerdings nur hörte, wenn man seine ohren spitzte und ihm eine weile aufmerksam lauschte.
“jacques”, rief françois plötzlich und ziemlich laut. “oh, mein alter freund. jacques.”
der einarmige chansonnier jacques verstummte, drehte sich zu uns um, und ich glaubte, ein lächeln auf seinem gesicht erkennen zu können.
“françois?”, fragte er, was mich ein wenig verwunderte, denn ich hatte ihn noch nie sprechen gehört. immer nur singen.
“ja, ich bin es. françois, der fliegende franzose.”
“françois!”
der einarmige chansonnier jacques trat aus seiner ecke hervor, blieb vor françois stehen und umarmte den fliegenden franzosen mit seinem einen arm. françois, der zwei arme hatte, umarmte jacques mit beiden armen.
ich verdrückte still eine träne, denn in solchen momenten neige ich dazu, sentimental zu werden, schniefte leise in mein taschentuch und beschloss, die beiden erstmal eine weile allein zu lassen.
als ich nach einer halben stunde wieder meinen schrank betrat, waren die beiden franzosen nicht mehr da, doch fand ich eine nachricht auf einen zettel geschrieben, und las:
“merci, mein komischer deutscher freund, der in einem schrank wohnt. für alles. auch für den fisch.”
“sie brauchen ihn”, murmelte das stück holz, das ich bob genannt habe. “er soll für sie singen, so wie er es früher getan hat, bevor die sache mit amelie passierte.”
“die sache mit… amelie?”, fragte ich.
“keine ahnung”, meinte bob. “ich habe nicht alles verstanden, was sie sagten. mein französisch ist ziemlich miserabel.”
“hmm”, meinte ich nur und blickte ins leere. gerne hätte ich dem einarmigen chansonnier jacques noch lebewohl gesagt.

nur etwa einen meter

es schrub christian s. in heiliger bimbam — christian s. Di 12 Dez 2006 22:05

“oh, hallo herr schwarzenegger.”
“ich… äh, bin nicht herr schwarzenegger.”
“aber sie sehen ihm zum verwechseln ähnlich.”
“meinen sie wirklich?”
“aber ja doch.”
“ich bin doch nur etwa einen meter zwanzig groß.”
“arnold ist auch nicht größer.”
“ist er nicht?”
“oh, nein. eher kleiner.”
“aber er hat muskeln. am ganzen körper.”
“hatte er mal. früher. mittlerweile ist er ziemlich schwabbelig.”
“gut, das bin ich auch.”
“sehen sie. und daher dachte ich, sie seien arnold schwarzenegger.”

bitte melde dich

es schrub christian s. in heiliger bimbam — christian s. Mo 11 Dez 2006 20:01

ich, im besten alter, 102 cm groß mit wunderhübschen, gesunden füßen, suche pferd zum frauen stehlen. wenn du haferflocken magst, auch auf reiten ohne sattel stehst, gepflegt und einigermaßen gebildet und/oder hübsch bist, dann bitte melde dich. (bei mir.)

(bitte nur ernst gemeinte antworten in die kommentare. danke.)

herr bertelskamp, der in einem laubhaufen hockte

es schrub christian s. in heiliger bimbam — christian s. Do 7 Dez 2006 21:04

“hallo herr bertelskamp”, sagte der kleine timmy und kletterte von seinem dreirad. “was machst du da?”
herr bertelskamp, der in einem laubhaufen hockte und bis eben dachte, nicht gesehen werden zu können, zog seinen kopf ein stück weiter ein.
“ich… äh, verstecke mich”, flüsterte er gerade so laut, dass der kleine timmy ihn verstehen konnte.
“oh. vor einem bären?”, wollte der kleine timmy wissen, und herr bertelskamp sagte nur “ja, vor einem bären”, da er so hoffte, den kleinen timmy schnell los werden zu können.
“aber hier gibt es doch gar keine bären”, behauptete der kleine timmy, was allerdings nicht stimmte. denn frau schmuse aus dem achten stock, deren vater 1965 in dem fürchterlichen flammeninferno von gogelshausen ums leben kam, hatte einen kleinen bären. wenn auch einen gut getrimmten.
“doch, hier gibt es sehr wohl bären”, flüsterte herr bertelskamp, der frau schmuse recht gut kannte.
“hmm”, meinte der kleine timmy und kletterte auf sein dreirad. “das glaube ich nicht.”
dann radelte davon.
“hallo herr bertelskamp”, sagte der olle hinrich, der ein schlauchboot auf seinem kopf balancierte und vor dem laubhaufen stehen blieb.
“hallo oller hinrich”, sagte herr bertelskamp. “wieso kannst du mich sehen? und wieso zur hölle balancierst du ein schlauchboot auf deinem kopf?”
“das ist kein schlauchboot”, behauptete der olle hinrich. “das ist ein sushikutter.”
“quatsch”, sagte herr bertelskamp. “das ist kein sushikutter. sushikutter sind aus holz.”
“oder aus gummi.”
“so ein blödsinn. sushikutter sind doch nicht aus gummi.”
“doch, der olle hinrich hat recht. sushikutter können auch aus gummi sein”, krächzte die alte frau dosenfuß, die neben dem ollen hinrich stehen blieb und mit zusammengekniffenen augen auf den laubhaufen blickte. “herr bertelskamp, sind sie das da in dem laubhaufen?”
“ich… äh, ja”, gab dieser entnervt zu und beschloss, dass es keinen sinn mehr machte, sich weiterhin in dem laubhaufen zu verstecken, wenn ihn jeder, ja sogar die fast blinde frau dosenfuß, sehen konnte.
“meine güte”, begann frau dosenfuß zu schreien, als herr bertelskamp aus den laubhaufen kletterte und jede menge laub aufwirbelte. “herr bertelsmann, sie… sie sind ja nackt.”
“das ist so nicht richtig”, sagte herr bertelskamp und deutete mit einer hand auf das ding vor seinem zipfel, das er mit seiner anderen hand festhielt.
“was ist das”, wollte der olle hinrichwissen. “eine schleckmuschel?!”
“nein, das ist eine badewanne”, sagte herr bertelskamp, dem natürlich bewusst war, dass es sich bei dem ding vor seinem zipfel um eine schleckmuschel handelte.
“oh. aber eine sehr kleine badewanne”, meinte der olle hinrich, während herr bertelskamp nur die augen verdrehte und leise stöhnte.
“du meine güte. ach, du meine güte”, wiederholte sich frau dosenfuß immer und immer wieder, konnte aber ihren blick nicht von der schleckmuschel nehmen.
“wieso haben sie eine schleckmuschel vor ihrem penis, herr bertelskamp?”, wollte der kleine timmy, der plötzlich zwischen dem ollen hinrich und frau dosenfuß stand, wissen.
“das ist eine badewanne”, belehrte ihn der olle hinrich.
“das ist eine lange geschichte”, sagte herr bertelskamp.
“hat sie was mit der großen zipfelprüfung zu tun?”, fragte der kleine timmy.
“aber… woher weißt du…?”
“ach, mein vater…”, begann der kleine timmy, als plötzlich die erde zu beben anfing und etwas überaus massiges langsam aber unaufhaltsam um die ecke walzte.
“oho”, meinte der olle hinrich und warf sich blitzschnell zur seite, wobei der sushikutter aus gummi beinahe von seinem kopf gefallen wäre. und auch frau dosenduß machte einen für ihr alter ziemlich eleganten satz aus der laufbahn des elefantenartigen wesens, während der kleine timmy schon längst wieder auf seinem dreirad davongedüst war. nur herr bertelskamp, dem vor schreck beinahe die schleckmuschel hinunter gefallen wäre, reagierte zu spät. und so wurde er von dem ding aus schwerem fleisch gerammt und mit in den laubhaufen gerissen.
“bo…bonita…”, stöhnte herr bertelskamp und hatte recht. es war tatsächlich die dicke bonita aus dem fünften stock, die sich mit vorliebe in laubhaufen warf und deren schwammige brüste nun wie zwei vorhängeschlossnäpfe herrn bertelskamp die luft nahmen. dass er langsam das bewusstsein verlor, fand er in diesem augenblick nicht sonderlich schlimm.

spangen. wie niedlich

es schrub christian s. in unterhaltungen — christian s. Di 5 Dez 2006 23:17

“auf der straße, nach san fernando…”
“was zur hölle wolltest du in san fernando?”
“stand ein mädchen in der heißen sonne.”
“sicher nicht ungefährlich, mitten auf der straße nach san fernando zu stehen.”
“ich hielt an und fragte wohin.”
“ja, so kenne ich dich. immer hilfsbereit.”
“sie sagte, bitte nimm mich mit nach mendocino.”
“uh. das hast du dir sicher nicht zweimal sagen lassen.”
“ich sah ihre lippen, ich sah ihre augen…”
“auch ihre… füße?”
“die haare gehalten von zwei goldenen spangen.”
“güldene spangen. wie niedlich.”
“sie sagte, sie will mich gern wiedersehn.”
“oha. du womanizer.”
“doch dann vergaß ich leider ihren namen.”
“autsch.”

ein schuhkarton vom himmel

es schrub christian s. in sehr geehrter fragensteller — christian s. Mo 4 Dez 2006 20:48

was ist, wenn man fußnägel verliert?

sehr geehrter fragensteller. in mokunana heißt es, wenn jemand seine fußnägel verliert, dann wird drei tage später ein schuhkarton vom himmel fallen, aus dem ein altes mütterlein steigt, die abgefallenen fußnägel aufisst, dabei laut lacht und behauptet, dass am samstag ein kleiner kerl vorbei kommt, mit grünem gesicht und wunschpunkten am ganzen körper. weniger abergläubische mokunanesen hingegen sagen, dass ausgefallene fußnägeln lediglich eine dürreperiode ankündigen. die wahrheit wird wohl – wie immer – irgendwo in der mitte liegen.

phodopus sungorus (43)

es schrub christian s. in phodopus sungorus — christian s. Fr 1 Dez 2006 13:00

“hey, du. kleiner dsungarischer zwerghamster. was machst du da?”
“ich stampfe.”
“oh, was stampfst du denn?”
“dich gleich in den boden.”
“ungespitzt?”
“wie du willst.”

"wie sonderbar", sprach der mann in meinem kopf, rieb sich kurz seine nase und machte einen purzelbaum.