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luke, ich bin dein

es schrub christian s. in heiliger bimbam — christian s. Di 8 Jun 2010 20:36

heute morgen landete ein rollmops auf meiner schulter und röchelte leise in mein ohr: “luke, ich bin dein vater.”
da ich mir das aber beim besten willen nicht vorstellen konnte, sagte ich: “ich glaube nicht, dass ein heringslappen mein vater ist. und außerdem … außerdem heiße ich nicht luke”, gab ich zu bedenken, doch da flog der rollmops auch schon wieder davon.

sekundenkleber auf die augen

es schrub christian s. in heiliger bimbam — christian s. Do 3 Jun 2010 15:31

[...]

“du weißt doch, dass ich ab und an kontaktlinsen trage”, fing simon an zu erzählen, “weil meine augen durch die dicken gläser meiner brille so unglaublich groß erscheinen. so groß, dass mich die leute oftmals für einen idioten halten.” womit sie sicherlich nicht ganz falsch liegen, dachte ich, behielt es aber für mich. “nur fallen mir diese blöden dinger ständig raus, schon bei der kleinsten bewegung. also bin ich auf die idee gekommen, mir die kontaktlinsen – damit sie eben nicht mehr bei jeder noch so kleinen bewegung rausfallen – mit extrastarkem sekundenkleber auf die augen zu kleben.” sprachlos lies ich ihn weiter erzählen. “das hat auch ganz gut funktioniert, die linsen saßen fest auf den augen und sind noch nicht einmal rausgefallen, als ich testweise mehrere purzelbäume hintereinander geschlagen habe. allerdings habe ich nur noch alles ganz verschwommen gesehen – trotz der kontaktlinsen, wahrscheinlich wegen dem kleber. und das ist dann ja auch irgendwie doof. also wollte ich die kontaktlinsen wieder von meinen augäpfeln entfernen, was aber nicht so recht klappen wollte.”
“und dann … dann hast du versucht, deine augen mit essigwasser auszuwaschen?!”, fragte ich meinen freund.
“nein. dann habe ich erstmal versucht, die kontaktlinsen mit einer pinzette zu greifen und vorsichtig abzuziehen. als das nicht geklappt hat, habe ich versucht, sie mit einer pinzette zu greifen ruckartig abzuziehen.” mir schmerzten die augen bei dem bloßen gedanken daran. “und das hat dann schließlich geklappt. allerdings haben mir anschließend die augen gebrannt, als hätte mir jemand glühende kohle in die orbita gedrückt.”
ich schaute simon eine weile fassungslos an. “willst du wissen, wieso deine augen so gebrannt haben?”, fragte ich, und er nickte. “weil du dir nicht nur die kontaktlinsen entfernt hast, sondern die bindehaut gleich mit.”
“au kacke. das … das könnte natürlich sein.” simon fasste sich entsetzt an die augen und zuckte im gleichen augenblick vor schmerz zusammen. “kannst du … kannst du mich vielleicht ins krankenhaus fahren?”, fragte mein freund schließlich kleinlaut.
“sicher”, meinte ich. “vielleicht können dir die ärzte ja eine neue bindehaut auf die augen kleben.”

wahrscheinlich der einzige mensch auf der welt

es schrub christian s. in heiliger bimbam — christian s. Di 1 Jun 2010 21:27

“du lieber himmel, simon. was ist mit deinen augen passiert?”, fragte ich meinen freund, dessen blutunterlaufene augen verdächtig danach aussahen, als hätte er kurz zuvor versucht, sie mit salzsäure oder zumindest mit essigwasser auszuwaschen.
“ich … habe versucht, sie mit essigwasser auszuwaschen”, meinte simon prompt und stolperte an mir vorbei in die wohnung.
wahrscheinlich hat er auch nur deswegen essigwasser verwendet, weil er gerade keine salzsäure zur hand hatte, überlegte ich, schüttelte den kopf und schloss die tür hinter meinem freund. “das … ist sicher kein angenehmes gefühl”, vermutete ich, und simon nickte.
“oh nein. das ist es ganz und gar nicht”, jammerte er. “ich würde weinen, wenn es nicht so fürchterlich weh tun würde.”
“wieso hast du überhaupt versucht, deine augen mit essigwasser auszuwaschen?”, fragte ich, nachdem simon das sofa gesucht, es nach einer kurzen weile schließlich gefunden und sich auf diesem niedergelassen hatte.
“damit dieses … dieses unerträgliche brennen endlich aufhört”, erklärte mein freund, der wahrscheinlich der einzige mensch auf der welt war, der sich salz in seine wunden reiben würde, um die schmerzen zu bekämpfen.
“unerträgliches brennen?!”, wiederholte ich und ahnte nichts gutes. “simon, was zum geier hast du getan?”

(fortpflanzung folgt)

"wie sonderbar", sprach der mann in meinem kopf, rieb sich kurz seine nase und machte einen purzelbaum.