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luke, ich bin dein

es schrub christian s. in heiliger bimbam — christian s. Di 8 Jun 2010 20:36

heute morgen landete ein rollmops auf meiner schulter und röchelte leise in mein ohr: “luke, ich bin dein vater.”
da ich mir das aber beim besten willen nicht vorstellen konnte, sagte ich: “ich glaube nicht, dass ein heringslappen mein vater ist. und außerdem … außerdem heiße ich nicht luke”, gab ich zu bedenken, doch da flog der rollmops auch schon wieder davon.

sekundenkleber auf die augen

es schrub christian s. in heiliger bimbam — christian s. Do 3 Jun 2010 15:31

[...]

“du weißt doch, dass ich ab und an kontaktlinsen trage”, fing simon an zu erzählen, “weil meine augen durch die dicken gläser meiner brille so unglaublich groß erscheinen. so groß, dass mich die leute oftmals für einen idioten halten.” womit sie sicherlich nicht ganz falsch liegen, dachte ich, behielt es aber für mich. “nur fallen mir diese blöden dinger ständig raus, schon bei der kleinsten bewegung. also bin ich auf die idee gekommen, mir die kontaktlinsen – damit sie eben nicht mehr bei jeder noch so kleinen bewegung rausfallen – mit extrastarkem sekundenkleber auf die augen zu kleben.” sprachlos lies ich ihn weiter erzählen. “das hat auch ganz gut funktioniert, die linsen saßen fest auf den augen und sind noch nicht einmal rausgefallen, als ich testweise mehrere purzelbäume hintereinander geschlagen habe. allerdings habe ich nur noch alles ganz verschwommen gesehen – trotz der kontaktlinsen, wahrscheinlich wegen dem kleber. und das ist dann ja auch irgendwie doof. also wollte ich die kontaktlinsen wieder von meinen augäpfeln entfernen, was aber nicht so recht klappen wollte.”
“und dann … dann hast du versucht, deine augen mit essigwasser auszuwaschen?!”, fragte ich meinen freund.
“nein. dann habe ich erstmal versucht, die kontaktlinsen mit einer pinzette zu greifen und vorsichtig abzuziehen. als das nicht geklappt hat, habe ich versucht, sie mit einer pinzette zu greifen ruckartig abzuziehen.” mir schmerzten die augen bei dem bloßen gedanken daran. “und das hat dann schließlich geklappt. allerdings haben mir anschließend die augen gebrannt, als hätte mir jemand glühende kohle in die orbita gedrückt.”
ich schaute simon eine weile fassungslos an. “willst du wissen, wieso deine augen so gebrannt haben?”, fragte ich, und er nickte. “weil du dir nicht nur die kontaktlinsen entfernt hast, sondern die bindehaut gleich mit.”
“au kacke. das … das könnte natürlich sein.” simon fasste sich entsetzt an die augen und zuckte im gleichen augenblick vor schmerz zusammen. “kannst du … kannst du mich vielleicht ins krankenhaus fahren?”, fragte mein freund schließlich kleinlaut.
“sicher”, meinte ich. “vielleicht können dir die ärzte ja eine neue bindehaut auf die augen kleben.”

wahrscheinlich der einzige mensch auf der welt

es schrub christian s. in heiliger bimbam — christian s. Di 1 Jun 2010 21:27

“du lieber himmel, simon. was ist mit deinen augen passiert?”, fragte ich meinen freund, dessen blutunterlaufene augen verdächtig danach aussahen, als hätte er kurz zuvor versucht, sie mit salzsäure oder zumindest mit essigwasser auszuwaschen.
“ich … habe versucht, sie mit essigwasser auszuwaschen”, meinte simon prompt und stolperte an mir vorbei in die wohnung.
wahrscheinlich hat er auch nur deswegen essigwasser verwendet, weil er gerade keine salzsäure zur hand hatte, überlegte ich, schüttelte den kopf und schloss die tür hinter meinem freund. “das … ist sicher kein angenehmes gefühl”, vermutete ich, und simon nickte.
“oh nein. das ist es ganz und gar nicht”, jammerte er. “ich würde weinen, wenn es nicht so fürchterlich weh tun würde.”
“wieso hast du überhaupt versucht, deine augen mit essigwasser auszuwaschen?”, fragte ich, nachdem simon das sofa gesucht, es nach einer kurzen weile schließlich gefunden und sich auf diesem niedergelassen hatte.
“damit dieses … dieses unerträgliche brennen endlich aufhört”, erklärte mein freund, der wahrscheinlich der einzige mensch auf der welt war, der sich salz in seine wunden reiben würde, um die schmerzen zu bekämpfen.
“unerträgliches brennen?!”, wiederholte ich und ahnte nichts gutes. “simon, was zum geier hast du getan?”

(fortpflanzung folgt)

ein waschechter bobbycar-rennfahrer

es schrub christian s. in heiliger bimbam — christian s. Di 18 Mai 2010 21:37

“und sie sind wirklich ein echter rennfahrer?”, fragte mich die junge dame und zupfte neugierig am ärmel meines blauen rennanzugs, dessen gelbe blitze im neonlicht der bar ziemlich cool leuchteten.
“ja, das bin ich”, gab ich zu. “ein waschechter bobbycar-rennfahrer.”
die frau starrte mich eine weile stumm an, als würde sie abschätzen, ob ich die wahrheit sagte oder sie gerade verhohnepiepeln wollte, während ich sie wie ein bobbycar-rennfahrer anlächelte, charmant und aufreizend zugleich.
“sie … sie meinen das ernst”, sagte sie schließlich, und ich hob zustimmend einen daumen. “das … das ist ja so aufregend”, fand sie und lächelte nun ebenfalls, wenn auch ein wenig schüchtern. “ich wollte schon immer mal mit einem echten rennfahrer …”
ja und das haben wir dann auch getan. an die fünfzig mal.

____________

apropos bobbycar-rennen. die gerüchte mehren sich, dass am 29.05. in köln – noch vor der lesung – ein großes bobbycar-rennen stattfinden wird. mit dem @vergraemer, der wunderbaren @frauenfuss, mir und vielen anderen. ich halte sie auf dem laufenden. brumm, brumm!

sie haben einen penisbruch

es schrub christian s. in heiliger bimbam — christian s. Mi 12 Mai 2010 21:00

“ich will ihnen nichts vormachen”, sagte der arzt mit ernster miene. “sie haben einen penisbruch.”
“ich habe einen was?”, stieß ich ebenso entsetzt wie ungläubig hervor.
“einen penisbruch”, wiederholte er nüchtern. “passiert schon mal.”
“aber sie haben sich meinen piephahn doch gar nicht angeschaut”, gab ich zu bedenken, doch der arzt schüttelte nur seinen kopf.
“das muss ich auch gar nicht”, meinte er. “ich erkenne sofort, wenn jemand einen penisbruch hat.”
“aber … aber ich bin doch eigentlich wegen der juckenden stelle an meinem rücken hier.”
“ah ja, die juckende stelle an ihrem rücken. ich würde sagen, das bestätigt meine diagnose. das jucken kommt ganz eindeutig von dem bruch in ihrem penis.”
ich blickte meinen gegenüber eine weile fassungslos an, bevor ich schließlich sagte: “wissen sie, was ich glaube. ich glaube, sie haben einen sprung in der schüssel.”
“und ich glaube, sie haben einen penisbruch”, sagte der arzt ungerührt.
“ich … habe … definitiv … keinen … penisbruch.”
“für einen penisbruch muss man sich nicht schämen”, glaubte der halbidiot in weiß mir sagen zu müssen. “ich hatte auch schon mal einen. und meine frau auch.”
“was?! ihre frau hatte einen penisbruch?”
“na gut. meine frau hatte noch keinen penisbruch”, gab er grinsend zu. “sie würde sich aber auch nicht schämen, wenn sie einen hätte.”
“aber ich … ich schäme mich doch gar nicht.”
“müssen sie ja auch nicht. hier, nehmen sie diese salbe”, der arzt drückte mir eine tube in die hand, “und reiben sie sich damit dreimal täglich ihren rüpel ein.”
“und was ist mit der juckenden stelle an meinem rücken?”
“die meinetwegen auch.”

blau mit gelben blitzen

es schrub christian s. in heiliger bimbam — christian s. Di 4 Mai 2010 21:03

fünf jahre habe ich mich auf das große bobbycar-rennen vorbereitet. fünf lange jahre. und jetzt erzählt mir simon, dass es wohl nicht stattfinden wird. “der veranstalter hat sich mit den startgeldern abgesetzt”, erzählt er mir. “nach burkina faso, munkelt man.”
verdammter mist. fünf jahre umsonst trainiert. “und was soll ich jetzt mit meinem neuen spezial-anzug machen, den ich mir extra für das rennen habe anfertigen lassen?”, frage ich meinen freund. “maßgeschneidert, schwer entflammbar, blau mit gelben blitzen – hat mich ein heidengeld gekostet.”
“du könntest ihn am samstag in der disco tragen”, meint simon, “und am sonntag in der kirche.”
“ja”, sage ich, “das ist eine gute idee. gott mag gelbe blitze.”

ein rasierter orang-utan auf koks

es schrub christian s. in heiliger bimbam — christian s. Mo 26 Apr 2010 21:08

“hast du eigentlich von diesem geisteskranken nudisten gehört, der am vergangenen dienstag wie ein rasierter orang-utan auf koks durch den supermarkt geturnt ist? der hat sich anscheinend für unsichtbar gehalten und allerlei schräges zeug angestellt. hat sich in die einkaufswagen alter frauen gesetzt, sich und andere mit mehl überschüttet und versucht, mit kohl zu jonglieren. bis die polizei ihn durch den halben supermarkt gejagt hat und schließlich auf die käsetheke treiben konnte, von der er unglücklich gestürzt ist. dabei hat er sich wohl ziemlich schlimm am kopf verletzt.”
“ich … habe von ihm gehört”, sagte ich zu simon, der einen dicken verband um seinen ziemlich schlimm verletzten kopf gewickelt hatte. “nur gut, dass dieser nackte orang-utan nicht durch meine wohnung geturnt ist.”
“uhahuuhuuu”, lachte simon. “eine gruselige vorstellung.”
“o ja”, meinte ich nur, “das ist wirklich eine gruselige vorstellung.”

doch ich schrie nur

es schrub christian s. in heiliger bimbam — christian s. Do 22 Apr 2010 21:03

“hallo, ich heiße carl”, sagte der blutegel, der sich an meinem piephahn festgesaugt hatte, doch ich schrie nur.
“ich hoffe es stört sie nicht, wenn ich hier eine weile hängen bleibe und ein wenig von ihrem nektar nasche”, meinte er, doch ich schrie nur.
“schön gemütlich, ist es hier”, fand der egel, doch ich schrie nur.
“viel gemütlicher als dort, wo ich herkomme”, ließ er mich wissen, doch ich schrie nur.
“es kann gut sein, dass ich doch noch ein weilchen länger bleibe”, überlegte der ringelwurm, doch ich schrie nur.
“natürlich nur, wenn sie nichts dagegen haben”, meinte er, doch ich hatte was dagegen.
also riss ich ihn schreiend ab und schleuderte ihn gegen die wand, bevor ich weinend zu boden sank.

hagere elfe mit glied

es schrub christian s. in heiliger bimbam — christian s. Di 20 Apr 2010 21:17

“huhuuu, ich bin unsichtbar”, meinte simon, während er wie ein krankes reh auf zwei beinen an mir vorbei in meine wohnung sprang. ich schloss schnell die tür hinter ihm und hoffte, dass ihn keiner meiner nachbarn gesehen hatte. mein freund war splitterfasernackt.
“scheiße, simon. was soll das?”, fragte ich, als er in gebückter haltung um mich herum schlawinerte. doch mein freund lachte nur.
“du siehst mich gar nicht”, behauptete er und begann, mit seinen händen vor meinen augen herumzuwedeln, “hörst nur meine stimme, huhuu.”
“ich sehe leider mehr, als mir lieb ist”, sagte ich, doch mein freund ignorierte meine worte einfach.
“ganz schön gruselig, oder?”, fand er.
“das ist in der tat ganz schön gruselig”, stimmte ich ihm zu. “ich frage mich, wie ich jemals dieses fürchterliche bild aus meinem kopf bekommen soll.”
“hahaa”, machte simon wie ein wahnsinniger, und: “huhuuhuuuu.” er simulierte mit seinen ebenso dürren wie sichtbaren armen eine windmühle, bevor er sich schließlich die fernbedienung meines fernsehers schnappte, sie in die höhe hielt und mit ihr durch das wohnzimmer stolzierte. “huu. es sieht aus, als würde die fernbedienung schweben”, behauptete mein augenscheinlich dem wahnsinn verfallener freund, “doch in wirklichkeit halte ich sie fest in meiner hand.”
“was du nicht sagst.”
“haahaaa. und gleich werde ich in den supermarkt gehen und lebensmittel durch die gänge schweben lassen. hu, das wird ein spaß.”
“das, mein freund, würde ich an deiner stelle besser nicht tun”, riet ich ihm. “ich sag’s ja nur ungern, aber ich kann dich eigentlich ziemlich gut sehen. und das liegt sicher nicht an meinen außergewöhnlich guten augen.”
simon blieb vor mir stehen und blickte mich eine weile mit ausdruckslosem gesicht an.
dann fing er plötzlich an, breit zu grinsen. “beinahe”, lachte er und zwinkerte mir zu, “beinahe hätte ich dir das abgekauft.”
als er aus meiner wohnung hüpfte und dabei wie eine hagere elfe mit glied aussah, da war ich mir ziemlich sicher: schon bald würde man meinem freund eine unangenehm enge weste anlegen, aus der sich auch unsichtbare nicht befreien können. aber wenigstens, dachte ich bei mir und ließ die tür ins schloss fallen, hat er dann etwas an.

angst vor dem bulldozermann

es schrub christian s. in heiliger bimbam — christian s. Mo 12 Apr 2010 22:04

“das machen sie sehr gut”, lobte mich frau schnauber, die versuchte, mir und drei weiteren lernwilligen, unter anderem meinem freund simon, das töpfern von babyelefanten beizubringen.
das mache ich nur, um ein date mit dir zu bekommen, dachte ich, grinste verschmitzt und sagte: “sie sind ja auch eine sehr gute lehrerin”, woraufhin frau schnauber ein klein wenig errötete und schüchtern lachte.
“ich kotze gleich”, murrte simon gerade so laut, dass nur ich ihn verstehen konnte, wobei ich nicht wusste, ob sich sein kleiner emotionaler ausbruch auf mich und meinen gelungenen flirtversuch oder auf das missratene stück babyelefant in seinen händen bezog.
ich beschloss, meinen freund zu ignorieren. “hätte ich damals in der schule so gute lehrer gehabt”, lachte ich, “wäre aus mir sicher auch etwas geworden.”
ich war mir sicher, die frau bereits um den kleinen finger gewickelt zu haben, als simon plötzlich aufsprang. “scheiße. verdammte scheiße, kacke. kackenscheiße”, fluchte mein sonst so ausgeglichener freund und pfefferte das nasse stück ton durch den halben raum, direkt gegen den kopf eines mannes, der mich an einen fleischgewordenen bulldozer erinnerte und aussah, als würde er in seiner freizeit eher mit bären ringen und nicht babyelefanten aus ton formen.
“oh”, meinte simon, während der bulldozermann sich schwerfällig erhob. seine langsamkeit wirkte unglaublich bedrohlich. “das … das tut mir leid.”
“ich glaube, das ist ihm egal”, meinte ich, packte simon, der wie festgetackert den auf sich zukommenden mann anstarrte, und zog ihn aus dem raum, wobei ich frau schnauber im vorbeigehen kurz lüsternd zuzwinkerte. “bis nächste woche. und dann ohne meinen freund hier”, versprach ich ihr, doch frau schnauber reagierte nicht. wahrscheinlich hatte auch sie angst vor dem bulldozermann.

kobayashi kurz davor

es schrub christian s. in heiliger bimbam — christian s. Mi 31 Mrz 2010 22:47

seitdem herr kobayashi (ein japaner) aufgehört hat, sich hinter den ohren zu waschen, wachsen dort exotische pflanzen. seitdem wird er auch vermehrt von seinen kollegen gemobbt, die das anscheinend sonderbar finden, wohl auch wegen den seltsamen tieren, die in den pflanzen leben und die meiste zeit komische geräusche von sich geben. das ist natürlich schade, denn herr kobayashi ist eigentlich ein ganz netter kerl, der zwar nicht sonderlich hübsch ist aber immerhin angenehm nach exotischen pflanzen riecht und das ganze mit sicherheit nicht verdient hat.
nun war herr kobayashi schon kurz davor, die pflanzen zu entfernen und sich wieder hinter den ohren zu waschen, so wie er es früher immer getan hat. allerdings hätte er damit den vielen tieren, von denen nicht wenige seine freunde geworden sind, ihren lebensraum genommen. und das wollte herr kobayashi, der schon immer ein herz für tiere hatte (außer für schlangen), natürlich nicht. da ist es ihm auch egal, was die kollegen von ihm denken. und das kann es ihm auch sein (meine meinung).

mit einem besoffenen seemann

es schrub christian s. in heiliger bimbam — christian s. Mo 29 Mrz 2010 21:54

“was sollen wir tun mit einem besoffenen seemann?”, rief ich so laut ich konnte, doch keiner antwortete mir. also rannte ich ziellos durch die straßen, blieb schließlich neben einer alten frau stehen und packte sie an den schultern. “was sollen wir tun mit einem besoffenen seemann?”, fragte ich sie lautstark.
die alte blickte mich nur mit großen, fragenden augen an. “junger mann. ich weiß nicht, was sie von mir wollen.”
ich schüttelte sie und brüllte ihr noch einmal ins gesicht: “was sollen wir tun mit einem besoffenen seemann?”
“lassen sie mich auf der stelle los. sie … sie tun mir weh.”
“so früh am morgen!”
“was? wir haben doch bereits mittag. und jetzt lassen sie mich endlich los, sonst rufe ich die polizei.”
ich ließ die frau los, denn sie konnte mir nicht helfen, und lief weiter durch die straßen. hilflos, verzweifelt, den tränen nahe. auf der suche nach einer antwort auf die frage, die mich schon dreiunddreißig jahre lang quälte und langsam in den wahnsinn trieb. what shall we do with a drunken sailor?

nicht sehr attraktiv

es schrub christian s. in heiliger bimbam — christian s. Mo 22 Mrz 2010 21:38

ich saß heute neben der frau, die den felix magath-ähnlichkeitswettbewerb gewonnen hat. ich fand sie nicht sehr attraktiv.
“das kann ich gut verstehen”, meinte sie, als ich ihr dies sagte, “ich finde mich ja selbst nicht gerade schön.”
“aber immerhin – und darauf können sie wirklich stolz sein – haben sie den felix magath-ähnlichkeitswettbewerb gewonnen. ich hätte gegen sie keine chance gehabt”, gab ich zu. das freute die frau sehr.
wir saßen eine weile schweigend nebeneinander, bevor ich zu ihr sagte: “wissen sie eigentlich, dass charlie chaplin einmal an einem charlie chaplin-ähnlichkeitswettbewerb teilgenommen hat und nur den dritten platz belegte?”
“na, immerhin”, lachte die frau, “felix magath hat es noch nicht einmal unter die ersten drei geschafft.”
da musste auch ich lauthals lachen.

heinz ist in not

es schrub christian s. in heiliger bimbam — christian s. Mi 17 Mrz 2010 22:10

“rettet heinz. rettet heinz! heinz ist in not. so helft ihm doch.”
“ja, ich werde ihn retten, ich werde … hoho, moment. nicht so schnell. warum soll ich heinz retten?”, werden sie fragen. natürlich zurecht. warum sollten sie heinz, den sie wahrscheinlich noch nicht einmal kennen, retten?
“wovor überhaupt? und was bekomme ich denn dafür?” ebenfalls sehr gute und berechtigte fragen. nachfragen, hinterfragen. das ist immer gut. erst fragen, dann handeln. oder besser noch: fragen, vor- und nachteile abwägen, und dann erst handeln. oder eben nicht. das ist ja auch richtig so.
ist das richtig so? muss es doch sein, gut überlegt. man will ja schließlich nicht nass werden.
“wenn ich nicht schwimmen kann, gehe ich auch nicht ins wasser”, rufen sie heinz zu, während dieser mehrere liter wasser schluckt und die starke strömung ihn nach unten zieht. “selbst schuld”, werfen sie ihm vor und machen es für eine gute sicht auf den ertrinkenden den eintreffenden rettungskräften wirklich nicht leicht, an ihnen vorbei zu kommen.
“nein”, sagen sie, schütteln den kopf. sie würden heinz helfen, nicht zögern oder einfach nur gaffen. heinz retten, obwohl sie ihn nicht einmal kennen. auch auf die gefahr hin, dass sie nass werden und sich eine erkältung zuziehen, unter einsatz ihres eigenen lebens und ohne dass sie dafür bezahlt werden, quasi ehrenamtlich. das ist aller ehren wert. denn sie retten damit mehr als ein menschenleben – und dürfen sich dafür einen schicken “ich würde heinz retten”-button basteln und an die jacke heften.

ein opfer nach seinem geschmack

es schrub christian s. in heiliger bimbam — christian s. Mo 15 Mrz 2010 22:39

die abenteuer des jungen indianer grob

[…]

ich lächelte meinen gegenüber trocken an und hielt ihm erneut meine linke wange hin. zwölf mal schon hatte er mir auf die rechte geschlagen, elf mal auf die linke. nicht ein einziges mal habe ich auch nur den hauch einer reaktion gezeigt, war noch nicht einmal zusammengezuckt. auch wenn die schläge des raufbolds immer heftiger wurden und meine wangen mittlerweile brannten wie flambierte eichhörnchen. ich war fest entschlossen, die schläge regungslos über mich ergehen zu lassen. schon bald würde der rowdy die lust verlieren und von mir ablassen, sich ein neues opfer suchen. ein opfer nach seinem geschmack, das heult und wimmert wie ein kleines mädchen, ihn auf knien anfleht, doch endlich aufzuhören.

der hieb in die magengrube traf mich überraschend, trieb mir tränen und pippi in die augen, ließ mich stöhnend zu boden sinken. kaum unten angekommen, brachte ein fuß meine kronjuwelen unangenehm zum klingen und mich zum heulen. ich fing augenblicklich an zu wimmern wie ein kleines mädchen. mit letzter kraft schaffte ich es schließlich, mich halbwegs aufzurichten, kniete nun vor meinem peiniger und flehte ihn an, doch endlich aufzuhören, bevor seine faust ein zwölftes mal meine linke wange traf.

er scheint die ganze zeit

es schrub christian s. in heiliger bimbam — christian s. Fr 5 Mrz 2010 00:29

immer wenn ich auf toilette gehe, ist da dieser mann, er scheint die ganze zeit zu pinkeln. und da frage ich mich schon, wie ist das überhaupt möglich? schließlich sehe ich ihn immer nur strullern, aber niemals etwas trinken.
manchmal glaube ich, er ist krank. aber dann blicke ich ihn von der seite an und sehe, wie er vor sich hin lächelt. unglücklich scheint er mir jedenfalls nicht zu sein, und schmerzen hat er augenscheinlich keine. nur eben einen unglaublichen, nicht enden wollenden harndrang. vielleicht ist es das selige lächeln der erleichterung, das sich auf seinem gesicht abzeichnet, ich weiß es nicht. und traue mich auch nicht, zu fragen.

an jody banks

es schrub christian s. in heiliger bimbam — christian s. Mo 1 Mrz 2010 22:56

(an jody banks)

ach, jody. wie oft habe ich von dir geträumt, damals, als ich noch ein kleiner junge war, in den wilden 80ern? wie oft bin ich mitten in der nacht hilflos onanierend aufgewacht, habe deinen namen in die dunkelheit gerufen, bis meine eltern kamen und mich säubern mussten? ach, viel zu oft. einmal nur wollte ich colt seavers sein (oder wenigstens howie munson). einmal dich pimpern, nur ein einziges mal.
jetzt endlich, viele jahre später, habe ich die volle geschlechtsreife erreicht. und du, liebe jody, du bist alt.
das leben ist nicht fair.

(kannst dich aber trotzdem mal bei mir melden.)

zwei kopulierende giraffen

es schrub christian s. in heiliger bimbam — christian s. So 21 Feb 2010 23:45

ich spazierte durch die nächtlichen straßen berlins und musste schmunzeln, als ich in einem geschäft für völlig überteuerte möbel eine besonders extravagante stehlampe entdeckte, die mich an zwei kopulierende giraffen erinnerte. ein fremder mann, der komplett in schwarz gekleidet war und mir schon seit geraumer zeit mehr oder weniger unauffällig folgte, blieb nur wenige zentimeter hinter mir stehen. ich versuchte, ihn einfach zu ignorieren und setzte meinen kleinen spaziergang fort, doch als der fremde mir weiterhin an den fersen klebte und keine anstalten machte, einen anderen weg einzuschlagen, drehte ich mich zu ihm um und stellte ihn zur rede.
“hey, sie. warum folgen sie mir auf schritt und tritt?”, fragte ich ihn und bemerkte erst jetzt, dass gesicht und hände des mannes mit schwarzer schuhcreme beschmiert waren.
“ich bin ihr schatten”, erklärte der schwarze kerl fröhlich, was mich aber – obwohl ich sonst eigentlich ziemlich leichtgläubig bin – nicht wirklich überzeugte.
“so so, mein schatten also”, meinte ich nur. “das ist ja mal ein ding.”
der fremde grinste mich breit an, und so sah ich, dass auch seine zähne schwarz angemalt waren.
“sie … sie sind verrückt, oder?”, fragte ich ihn direkt.
“nein, nein. ich bin ihr schatten”, meinte der mann und schaute mich nun verwundert an. “wie kommen sie darauf, dass ich verrückt bin?”
“nun ja”, sagte ich nach kurzem zögern. “vielleicht weil es gleich mitternacht ist und die sonne gerade irgendwo in afrika scheint.” glaubte ich zumindest. “noch nicht einmal der mond ist zu sehen, so bewölkt ist es.”
der mann starrte in die luft, als würde er den himmel nach sonne, mond und sternen absuchen. “oh, tatsächlich”, meinte er, nachdem er seine suche erfolglos beendet hatte. “dann … dann verschwinde ich jetzt wohl besser.”
“ähm, ja. tun sie das.”
“… und komme morgen früh wieder.”
“nein. kommen sie nicht morgen …”, begann ich zu protestieren, doch da war der schwarze kerl auch schon in einer seitenstraße verschwunden.

ein ausgetrockneter axolotl mit hasenscharte

es schrub christian s. in heiliger bimbam — christian s. Mo 15 Feb 2010 18:40

“klll…lasse ko…kostüm”, lallte die leicht bekleidete piratenbraut und prostete lennard powolski, dessen großvater einst in den minen von saskatchewan mit seinen bloßen händen uran abbaute, zu.
“oh, vielen dank”, meinte lennard, der gar nicht verkleidet war, und prostete zurück. er nahm einen großen schluck von seinem bier, bevor er schließlich begann, die linke pobacke der besoffenen piratenbraut mit seiner freien hand ausgiebig zu bearbeiten, was der kostümierten frau ein lustvolles kichern entlockte.
hätte sie gewusst, dass lennard auch sonst aussah wie ein ausgetrockneter axolotl mit hasenscharte, und wäre sie ein wenig nüchterner gewesen, vielleicht hätte sie nicht ganz so lustvoll gekichert.
lennard powolski war das egal. er liebte den karneval und die möglichkeiten, die sich selbst ihm in der fünften jahreszeit boten. auch wenn er die lieder, die auch jetzt wieder lautstark aus den boxen dröhnten, alles in allem ziemlich kacke fand.

was macht der frosch?

es schrub christian s. in heiliger bimbam — christian s. Do 4 Feb 2010 22:13

jaques pompe à érection, der einst das beliebte spiel was macht der frosch? erfand und auch an der entstehung von ein würfelspiel sowie dessen nachfolger oh nein, nicht noch ein würfelspiel seine finger im spiel hatte, hockte an seinem schreibtisch und grübelte.
“spieler … spieler ärgere dich”, murmelte er vor sich hin und fing plötzlich an zu strahlen, wie ein kasachischer grinsekäfer zur paarungszeit, “nicht. nicht … so sehr. mon dieu, das ist es. spieler ärgere dich nicht so sehr.”
jaques klatschte in die hände und fing spontan an zu tanzen, obwohl er zu diesem zeitpunkt noch gar nicht wissen konnte, dass spieler ärgere dich nicht so sehr einmal das meistgespielte spiel der welt werden würde. nur in frankreich, seinem heimatland, wo man seit jeher lieber an sich selber rumspielte, war es nicht ganz so erfolgreich.

bitte jubeln sie jetzt

es schrub christian s. in heiliger bimbam — christian s. Mi 20 Jan 2010 22:20

“bitte jubeln sie jetzt”, forderte mich ein mann mit zylinder und unnatürlich weißen zähnen auf, als ich heute morgen in der schlange an der supermarktkasse stand.
“was, wieso sollte ich?”, fragte ich ihn, da es nur sehr schleppend voranging und ich weit und breit keinen grund zum jubeln erkennen konnte, im gegenteil. “wissen sie eigentlich, wie lange ich hier schon anstehe, nur um eine packung zucker zu kaufen?”
“oh, sie können gerne vor”, sagte die ältere dame, die mit einem voll beladenen einkaufswagen vor mir in der schlange stand, meine worte anscheinend mitbekommen hatte und sich nun zu mir umdrehte. “ich habe es nicht sehr eilig.”
“oh, das ist aber nett”, sagte ich, während ich mich vor ihr in der schlange einreihte. “vielen dank.”
“bitte jubeln sie jetzt”, sagte der zylindermann, der mir unaufgefordert gefolgt war.
da ich durch das überholmanöver bestimmt 15 minuten rausgeholt hatte und das ja schon ein kleiner grund zum jubeln war, tat ich ihm den gefallen. ich hob die packung zucker wie eine trophäe über meinen kopf und rief, wenn auch nur wenig enthusiastisch, “hurra, hurra.” dabei bemerkte ich nicht, wie neben mir klammheimlich eine zweite kasse aufgemacht wurde, vor der sich blitzschnell eine neue schlange bildete, angeführt von der alten frau, die mich eben erst vorgelassen hatte.
“na super”, grummelte ich und wollte gerade die packung zucker auf das band legen, als die kassiererin zu mir sagte: “hier bitte nicht mehr anstellen”, bevor sie ihre kasse in aller seelenruhe abschloss und sich einfach so verkrümelte.
“bitte jubeln sie jetzt”, sagte der schwachsinnige mit den widerlich weißen zähnen ein weiteres mal, und wäre ich nicht von natur aus ein so ausgeglichener mensch, dann wären das vermutlich seine letzten worte gewesen. so aber stellte ich mich, ohne auf seine provokation einzugehen, einfach an das ende der anderen schlange und verließ gut eine stunde später endlich den laden.

eine weitere stunde später stellte ich fest, dass ich blöderweise eine packung mehl anstatt zucker gekauft hatte.

wow, strammer schuss

es schrub christian s. in heiliger bimbam — christian s. Mo 18 Jan 2010 22:01

sokrates münzel, der mann, der in nur vier stunden das meer durchschwommen hatte, nahm zwei schritte anlauf und trat gegen den vor ihm liegenden medizinball, der sich daraufhin mit einer unglaublichen geschwindigkeit von uns entfernte und nur wenige augenblicke später hinter dem horizont verschwand.
“wow, strammer schuss”, staunte ich nicht schlecht, während sich sokrates münzel umdrehte, einen halben schritt zur seite machte und an mir vorbei schaute.
“vorsicht”, brummte der alte mann, und gerade noch rechtzeitig konnte ich dem medizinball ausweichen, der hinter mir raketengleich angeschossen kam und von sokrates münzel geschickt mit der brust angenommen wurde.
“hossa”, stieß ich hervor, “nicht schlecht.” doch sokrates münzel schien mit sich alles andere als zufrieden zu sein und zerquetschte den ball, den er einmal um die ganze welt geschossen hatte, mit nur einer hand.
“aber … wieso?!”
“ich habe einen halben schritt zur seite machen müssen”, grummelte der alte mann und schleuderte das, was eben noch ein medizinball war, drei meter tief in den asphaltierten boden.

die rede von meinem zwerghamster

es schrub christian s. in heiliger bimbam — christian s. Mi 13 Jan 2010 21:52

“du glaubst ihm das doch wohl nicht wirklich?”, fragte ich simon, der gerade dabei war, sich alufolie um die hüfte zu binden.
“warum denn nicht?”, meinte mein freund. “er macht auf mich einen sehr gescheiten eindruck.”
da die rede von meinem zwerghamster war, der immer noch versuchte, energie zu erzeugen, indem er kerne spaltete, blickte ich simon nur fassungslos an.
“das klingt jetzt vielleicht ein wenig gemein”, sagte ich, während sich mein gegenüber den rest der alufolie um den kopf wickelte, “aber du machst auf mich momentan nicht unbedingt einen sehr gescheiten eindruck.”
“du denkst also nicht, dass es ihm gelingt?”, fragte simon allen ernstes.
“natürlich nicht”, erwiderte ich, und da es meinem freund anscheinend entfallen war, sagte ich noch: “er ist ein zwerghamster, verstehst du? ein zwerghamster!” wenn auch ein dsungarischer.

uh, das ist ja krank

es schrub christian s. in heiliger bimbam — christian s. Mi 6 Jan 2010 22:30

simon wirkte sehr aufgebracht, als er heute nachmittag vor meiner wohnungstür stand und erst aufhörte, gegen diese zu trommeln, als ich ihm öffnete. “jemand hat mir einen abgetrennten schweinskopf geschickt”, keuchte er und sprang an mir vorbei in die wohnung. “einen schweinskopf!”
“einen schweinskopf?! uh, das ist ja krank”, meinte ich ebenso entsetzt wie scheinheilig und schloss die tür. “irgend ‘ne idee, wer das war?”
simon schüttelte den kopf. “ich habe keinen blassen schimmer. auf dem paket stand kein absender”, erklärte er. “was soll ich denn jetzt machen?”
“erst einmal ruhe bewahren”, schlug ich vor, “und bier trinken.” daraufhin schlurfte ich in die küche und nahm zwei flaschen bier aus dem kühlschrank. eine für mich, die andere gab ich simon, der sich auf meinem sofa niedergelassen hatte und von dort aus ins leere starrte.
“meinst du, ich muss mir jetzt sorgen machen?”, fragte er, nachdem er die halbe flasche in einem zug geleert hatte.
ich schüttelte den kopf. “sorgen musst du dir erst machen, wenn du einen schweinskopf in deinem bett findest. aber so … vielleicht ist er ja von einer heimlichen verehrerin?”, überlegte ich laut. “kennst du vielleicht eine schlachterin, die auf dich steht?”
“hm, ne. eigentlich nicht”, murmelte simon und leerte seine flasche, bevor er mich schließlich fragte: “was würdest du denn jetzt an meiner stelle machen?”
“ich glaube, ich würde den schweinskopf aushöhlen und als maske zu halloween tragen. oder auf der arbeit, um meine kollegen zu erschrecken”, grinste ich. “ach, es gibt so unglaublich viele sachen, die man mit einem toten schwein machen kann…”

lieben wie eine frau

es schrub christian s. in heiliger bimbam — christian s. Mo 4 Jan 2010 22:29

herr schmidt hat einmal gesagt, “mit einem toten schwein wird es einem nie langweilig”. und das stimmt. denn es gibt unglaublich viele sachen, die man mit einem toten schwein machen kann.

so kann man aus einem toten schwein beispielsweise leckere schnitzel machen. man kann den kopf aushöhlen und als maske zu halloween tragen, oder auf der arbeit, um seine kollegen zu erschrecken. man kann das schwein aber auch ausstopfen, grau anmalen und behaupten, dass das der elefant ist, den man im letzten afrikaurlaub erlegt hat.
wenn man noch nie in afrika war, kann man das tote schwein auch in einen fluss werfen, um zu schauen, ob es untergeht, oder von einem wolkenkratzer, wenn man testen möchte, ob es einem toten schwein tatsächlich gelingt, die schwerkraft zu überlisten.
man kann natürlich auch mit einer walze über das totes schwein fahren und anschließend die platte sau vor seinen kamin legen. oder vor die wohnungstür als extravagante fußmatte, wie man möchte.
wenn man mehrere tote schweine hat, kann man mit ihnen jonglieren. vorausgesetzt, man kann jonglieren. da man aber meistens ja doch nur ein totes schwein hat, wirft man es besser einem menschen, den man nicht leiden kann, an den kopf, oder schenkt es einem anderen, den man mag. man kann es aber natürlich auch behalten und knuddeln wie einen teddybären oder lieben wie eine frau, sich daraus eine schicke jacke schneidern, einen hut oder coole unterwäsche.
zu silvester kann man ein totes schwein mit böller füllen (oder mit brot statt böller), zu weihnachten wie eine gans, und im sommer kann man es auf ein rollbrett schrauben, an einer leine hinter sich her ziehen und jedem, den man trifft, sagen: “keine angst, das beißt nicht.”

man kann den kopf eines toten schweins aber auch seinem hausmeister schicken. oder seinem besten freund. das habe ich heute getan. mal schauen, wie er reagiert.

das jahr 2010

es schrub christian s. in heiliger bimbam — christian s. Fr 1 Jan 2010 17:54

frau schnute, herr molle, meine oma, der dsungarischer zwerghamster, commander b. burl, moloko, larney, gu-pi und der omogone, mein menstruanischer gebisswurm, der babilonische stolpervogel, herr bertelskamp, der olle hinrich, frau dosenfuß, der kleine timmy und bonita, der schlafende flachriemer, der gelbe dingdong-vogel, der fliegende franzose françois, der einarmige chansonnier jacques und das stück holz, das ich bob genannt habe, der grüne maulwurf mit noppen, das gemeingefährliche schnabeltier, der taube löwe börtel, die taube antilope winnie, herr unpünktlich, peter der ziegenhirte, herr rasen aka der frosch, charles borowski, der mann mit der chef-mütze, joe, der wurm mit den viel zu großen ohren, der sieben jahre alte fruchtjoghurt gombo, rebecca, rubbeldiekatz, das auge unter meinem fuß, frau uhse und herr schnurpe, gamli, mein leicht schwachsinnige nachbarsjunge mit den zwei verbogenen ohren futzi müller, marianne und michael, herr makel, fräulein bogart, baby bob, könig flomobil, bart der bartlose, raspelauge, herr john, takumi nakamura, der elefantenmensch, glombsch der tausendstinker, klaus der sponk, achim der könig der löwen, phil und ron, eleonora, die lepröse nacktschnecke, james last, frau pökelschuh, madame pompelbuse, michele, cowboy john, der vielleicht niedlichste hund, den ich je gesehen habe, eleonora, die lustige abrissbirne, pete der waschbär und johanna, mein nachbar und sugar, jochen, der antichrist, erwin mclusky, bubi der schmied, suse, norma, die schnellste ente der welt, fitz macliermann, der waghalsige maulwurf, der mann im affenkostüm, ben, gabriele und der famose holiday, pu, das kaninchen, inspektor mörso, browser, chuck norris, robert, bruno, bauer johann und das glücksschwein, herr knebelsack, jimmy und ruprecht, bruce, samson und herr von bödefeld, bella bambini, schnarp, der pinguinkönig und sein sohn, dr. nopoluk, die wurstfrau, der glatzenmann, der nationalparkführer, hartmut, herr domil und seine warze, bibi blocksberg, ute mosa, ted der tanzroboter, der verschrobene, kleine kerl, der ängstliche john, herr lieblich, steve und clive die raupen, jason porn, ben murley, john f. montgomery, jim und herr knolle, der seehund, mc wonkel, donko der hühne, frau ü., simon, mein freund bolle, das glibsch mit augen aka der urenkel von thomas cruise mapother iv, der klotz von einem mann, doktor jakobi, der sprechende stein, der pfarrer, brazzo der keks und kleiner finger, bongo der brecher, der mann hinter der bar und die rausschmeißer, herr bukowski, nikolaus und knecht ruprecht, der junge mit den hodenohren, das mädchen mit der penisnase und der wurm, santana klaus, herr adam, bruce karteene und tötungsroboter iix, der seewolf und sein kapitän, june, bernd, nikita, der unglaubliche kobi, frau norma und ihr mann, bare-faced johnny, huckleberry fun, holger, bernhard, der kleine italiener, robert, shuk ma’kaan, der nacktmullmann, josephine und klopper, kurt beck, jackie chan, sir lancelot und elaine, eddie mit den frisbeehänden, olaf mit den fußballfüßen, der mit affen jonglierende mann, funky jones zwo, der elch aus panade, der mann aus zucker, monika, slobberball jim, hardy der mistfink, herr kaminski, kwai chang caine, der junge ohne hände, der einbeinige knödelhüpfer, der flügellose hupenadler, jacqueline, das stadtbekannte busenwunder, mein chef, elke, die gliederpuppe aus holz, sonny die ameise und georgi, mr. miyagi, bonsai-sven, brenda-lu und sex, barbara, jakobus, meike und ihr schwein apollo, dreckiger harry, blossom goodchild, captain gorilla, bodo, der letzte samurai deutschlands, OKEON-2, das schwein aus dem all, carlo de marco, achim das wiesel, der alte pete, manuel fladen, sokrates münzel, bruno, der vielleicht muskulöseste knasti der welt, der doofe ulli, die bärtige zahnfee, herr keltesti, horst und karate kid, der glatzköpfige fischer mokumba, der fröhliche knut und brutaler olaf, jimbo baggins, könig shaka, bernie schibulla, der pummelige spinnenmann, tarkan und tarzan, geraldine, die stärkste ameise der welt, henrik der hungrige, joe und der weise biber flitzezahn, herr schmiel, juliette, die grizzlyfrau, thor, joshi, sven, der brutale olaf, frau smirnow, dr. kawashima, roger willemsen, der singende cowboy, theo, ron der enterich, jean-claude (der waschbär), raimund mit der gartenkralle, dr. mabuse, herr schnapf, die drei vallenatos, herr nikolai, snowy der schneemann, jean-claude van damme, der mann in meinem kopf und natürlich auch ich…

wir alle wünschen ihnen, werte leser, alles gute für das jahr 2010.

angst vor feuer

es schrub christian s. in heiliger bimbam — christian s. Mi 30 Dez 2009 21:44

habe ich schon erzählt? ich habe tierische angst vor feuer. aus diesem grund reibe ich mich jeden abend vor dem schlafengehen mit einer ganz speziellen paste ein, die im dunkeln grünlich leuchtet, nicht gerade billig ist und müffelt wie george, der aus dem dschungel kam. aber immerhin schützt sie mich vor feuer. und vor lästigen fliegen. allerdings nicht vor bären, wie ich neulich feststellen musste. gut, dass ich keine angst vor bären habe (auch wenn diese ja bekanntlich ziemlich gefährlich werden können).

show mit echten flughunden

es schrub christian s. in heiliger bimbam — christian s. Mi 23 Dez 2009 22:45

im sommer 1987 lief im kino die verfilmung des kinderbuchklassikers “bronski und die rabaukenbande”, und wenn ich gewusst hätte, dass der film so ein riesen erfolg werden würde, vielleicht hätte ich nicht so leichtfertig abgelehnt, als man mir ein jahr zuvor die rolle des bronskis anbot.
nun, wahrscheinlich hätte ich so oder so abgelehnt, schließlich arbeitete ich zu dieser zeit an einer überaus spektakulären show mit echten flughunden. ein belgier, der sich jean-claude van damme nannte und die sprache der flughunde fließend sprach, half mir, die fliegenden hunde zu trainieren und ihnen atemberaubende manöver beizubringen, wobei wir uns selbst als flughunde verkleiden mussten, um überhaupt von ihnen akzeptiert zu werden.
als wir genug mit den flughunden trainiert hatten, zogen wir mit unserer show durch die ganze welt und wurden gefeiert, wohin wir auch kamen. bis wir irgendwann das kleine land mokunana erreichten, in dem flughunde dummerweise als delikatesse gelten, was wir damals allerdings noch nicht wussten. und so waren wir ziemlich überrascht und auch ein wenig entsetzt, als wir noch vor unserer ersten show von maskierten mokunanesen überfallen wurden, die sich einfach unsere flughunde schnappten, diese vor unseren augen in ihre münder stopften und bei lebendigen leib hinunter würgten, was wir ziemlich eklig fanden.

jean-claude und ich versuchten kurz darauf noch eine ähnliche show mit maulwürfen, denen wir flügel aus plastik anklebten, auf die beine zu stellen. aber die blinden wühler zeigten sich ziemlich lernunwillig und flogen noch nicht einmal halb so hoch wie die flughunde, so dass wir es irgendwann aufgaben, die maulwürfe grillten und beschlossen, erst einmal getrennte wege zu gehen.

was jean-claude heute macht, weiß ich leider nicht. das letzte mal, als ich ihn sah, stand er als flughund verkleidet vor dem eifelturm und ließ sich zusammen mit touristen fotografieren.

snowy der schneemann

es schrub christian s. in heiliger bimbam — christian s. Mo 21 Dez 2009 22:33

snowy der schneemann stand auf einem hügel und ärgerte sich. zum einen über seinen namen, den er fast so dämlich fand wie mr. frosty, vor allem aber über den kleinen jungen, der anscheinend nichts besseres zu tun hatte, als ihn pausenlos mit schneebällen zu bewerfen. eben erst hatte ihm dieser kleine mistkerl die verschrumpelte karotte, die ihm als nase diente, aus dem gesicht geworfen, woraufhin der junge auch noch anfing, triumphierend zu lachen. da snowy der schneemann nicht besonders flink war und sich allenfalls ein paar millimeter am tag bewegen konnte, blieb ihm nichts anderes übrig, als den schneeballhagel über sich ergehen zu lassen und zu hoffen, dass der fiese junge irgendwann die lust verlieren würde.
dass ein außer kontrolle geratener schneepflug plötzlich den jungen erwischte und vor sich her schob, hatte snowy zwar nicht gehofft, aber als genau das eintrat, wollte er sich auch nicht darüber beschweren. zwar brachte ihm das nicht seine nase zurück, aber wenigstens hatte er jetzt seine ruhe.

meinen letzten weihnachtsbaum

es schrub christian s. in heiliger bimbam — christian s. Do 17 Dez 2009 22:58

“ich habe mir eben einen baum für weihnachten gekauft”, sagte simon, der vor meiner wohnungstür stand. er wischte sich mit einer hand den schweiß von der stirn und hinterließ dafür einen braunen streifen dreck. “und dir habe ich auch einen mitgebracht.”
“echt? cool, danke”, freute ich mich, “meinen letzten weihnachtsbaum hatte ich vor fünf oder sechs jahren.” ich schaute an simon vorbei in den hausflur. “wo hast du den baum denn versteckt?”
“der ist noch unten”, meinte simon. “du müsstest mir vielleicht kurz helfen. allein bekomme ich den hier nicht rauf.”
“alles klar.” ich streifte mir schnell meinen selbstgestrickten rentierpullover über und folgte simon nach unten. draußen angekommen, fiel mein blick sofort auf den baum, der auf dem dach von simons alten wagen festgeschnürt, bestimmt sechs meter lang und definitv kein tannenbaum war.
“das … das ist eine … eiche”, stotterte ich vor mich hin, während simon begann, die seile zu lösen. zwischen zwei ästen glaubte ich die reste eines vogelnests zu erkennen.
“das ist eine eiche”, sagte ich ein wenig lauter.
“ja, eine weihnachtseiche”, meinte simon wie selbstverständlich und lachte. “die gab’s bei wladyslaw dem baumhändler im sonderangebot. ‘zwei weihnachtseichen zum preis von einer.’ nicht schlecht, oder?”
ich schüttelte ungläubig meinen kopf. “und wie zum zweinasigen klabauteraffen soll ich dieses monster von einem baum in meine wohnung bekommen?”
“mit meiner hilfe”, grinste simon, während herr bertelskamp, den ich erst jetzt bemerkte, neben dem hauseingang stand und sich einen ast ablachte.

rattan rattan radatadadan

es schrub christian s. in heiliger bimbam — christian s. So 6 Dez 2009 15:36

simon klang sehr aufgeregt, als er mich gestern mitten in der nacht anrief. “im wagen vor mir fährt ein junges mädchen”, meinte er, “sie fährt allein, und sie scheint hübsch zu sein.”
ich fragte mich, woher er das wissen wollte. und wieso zum dreiklötigen schweißkopfbiber er glaubte, mich deswegen aus dem schlaf klingeln zu müssen.
“ich weiß nicht ihren namen.” woher sollte er ihn auch wissen? “und ich kenne nicht ihr ziel. ich merke nur, sie fährt mit viel gefühl.”
na, das ist doch schön, dachte ich bei mir und gähnte müde, als mein freund plötzlich und ohne vorwarnung anfing, mit unglaublich tiefer stimme “rattan rattan radatadadan” oder so ähnlich zu singen, was ich ziemlich gruselig fand. also habe ich schnell aufgelegt und versucht, wieder in den schlaf zu finden.
vergeblich.

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"wie sonderbar", sprach der mann in meinem kopf, rieb sich kurz seine nase und machte einen purzelbaum.