phodopus sungorus (38)

„hey, du. kleiner dsungarischer zwerghamster. was machst du da?“
„ich fühle.“
„oh, was fühlst du denn?“
„ich fühle mich beobachtet.“
„ähm, ja. das hier ist frau schnute. eine… äh, gute freundin.“
„wie gut?“
„sehr gut.“
„aha. lass mich raten, du zeigst ihr erst deinen niedlichen zwerghamster, und dann…“
„sprich es bitte nicht aus.“
„deinen menstruanischen gebisswurm.“
„ähm, ja. wir werden dann mal…“
„alles klar. aber denk bitte daran, dass dein niedlicher zwerghamster auch mal futter braucht.“

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kommen sie, frau schnute

„das hier ist flippi, mein lustiger und überaus lebensfroher bonobo. der würde den ganzen tag trampolinspringen, wenn ich ihm ein trampolin kaufen würde“, sagte ich, und frau schnute musterte interessiert meinen affen. „aber ich habe mich mal schlau gemacht. so ein richtiges trampolin ist ja doch recht groß. zu groß für seinen kleinen käfig. und, na ja. trampolinspringen ist ja auch nicht gerade ungefährlich. poncho beispielsweise, der bonobo meines nachbarn, hat sich beim trampolinspringen das genick gebrochen. ist mit dem kopf gegen die decke seines käfigs gekracht. knack und tot. da würde ich mein leben lang nicht mehr froh werden, wenn so etwas meinem flippi passieren würde. nicht wahr, flippi? du lustiger, kleiner bonobo.“
„ich bin kein bonobo, du dämlicher mensch. und schon gar kein lustiger. ich bin ein ostafrikanischer schimpanse. wie übrigens auch poncho, der es einfach nicht mehr ausgehalten hat und mit voller absicht gegen die decke seines käfigs gesprungen ist. immer wieder und wieder. und ich schwöre dir, wenn ich hier mal irgendwann aus meinem winzigen käfig rauskommen sollte, dann breche ich dir dein genick. und dafür brauche ich noch nicht einmal ein trampolin.“
„wie niedlich“, sagte frau schnute. „es sieht so aus, als würde er mit ihnen reden.“
„ja“, antwortete ich. „ich glaube, flippi ist ein sehr intelligenter bonobo.“
„ich bin KEIN bonobo.“
„jetzt schlägt er sogar mit seinem fressnapf gegen die gitterstäbe.“
„das macht flippi öfters“, sagte ich. „doch kommen sie, frau schnute. ich zeige ihnen mal meinen kleinen dsungarischen zwerghamster. der ist noch niedlicher.“

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die unglaubwürdigen abenteuer des raumschiffs ux-4 (14)

logbuch des commanders – sternzeit 110806

gu-pi hat den verlust seines explodierten freundes noch nicht verkraftet. der arme teniku rennt die ganze zeit um die replikator-maschine, macht sie auf, klettert hinein und wieder raus, macht sie zu, drückt den replizier-knopf mehrere male und hofft anscheinend darauf, dass der andere gu-pi aus der maschine steigt. dass ich die maschine vom strom genommen habe, hat er noch nicht bemerkt. ist vielleicht auch besser so. ich möchte nicht wissen, wie viele gu-pis hier rumwuseln würden, wenn bei jedem knopfdruck einer repliziert worden wäre.
irgendwann ist gu-pi dann vor erschöpfung zusammengebrochen. der omogone und kugel-freund kümmern sich rührend um ihn und füttern ihn mit gedünsteten biberfliegen-hoden. vielleicht sollte ich ihnen sagen, dass das keine so gute idee ist. denn wenn das tatsächlich der echte gu-pi ist, sind nach seiner biberfliegen-hoden-vergiftung biberfliegen-hoden sicherlich das letzte, was er zu sich nehmen möchte.

heute haben wir auch unerwarteten besuch von einem fremden wesen bekommen, das seltsamerweise haargenau so aussieht wie mein verstorbener onkel bob. der hatte auf seiner stirn auch eine riesige warze, die sich ständig lustig bewegt hat. der fremde nannte sich kjuh und stand plötzlich neben mir in der zentrale der ux-4, obwohl keiner die beam-maschine bedient hatte. auch nicht moloko, wie er mir glaubhaft versicherte.
kjuh behauptete doch glatt, er sei unsterblich. und omnipotent. da konnte ich mir ein lachen nicht verkneifen. omnipotent, hehe. der arme. aber mal ganz ehrlich, wenn ich probleme mit meinem kleinen menstruanischen gebisswurm habe, dann binde ich das doch nicht jedem direkt auf die nase. aber gut. der fremde hat ganz souverän reagiert und so getan, als wüsste er nicht, worüber ich lache. moloko wusste es tatsächlich nicht und schaute mich nur fragend an.

larney flüsterte mir sofort ins ohr, dass er dem fremden nicht über den weg traut. abgesehen davon, dass larney niemanden über den weg traut, bin ich dieses mal sogar seiner meinung. er meinte, er hätte noch eine plasma-bombe, mit der er versuchen könnte, den fremden in die luft zu sprengen. dieser guckte in diesem moment zwar sehr misstrauig, aber ich glaube nicht, dass er uns gehört hat.

mein name ist commander b. burl. ich bin nur etwa einen halben meter groß, eine prima ballerina und werde larney gleich mein okay geben, dass er kjuh in die luft sprengen kann. ich habe eine riesige commander-mütze auf dem kopf und hier die kontrolle.

meistens.

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als ich erwachte

es war ein mann, der lauthals lachte,
kurz nach drei als ich erwachte.
„ruhe jetzt“, schrie ich. „und wieso überhaupt…“
„bitte, schreien sie nicht so laut.“
„stehen sie neben meinem bett?“
„och, wieso nicht? hier ist’s doch nett.“
„jetzt aber raus hier, und zwar sofort.“
„nö, ich bleib. welch schöner ort.“
„sehen sie das hier, meine faust?“
„hu, die seh ich. ich glaub mich laust…“
„der affe, wollten sie wohl sagen.“
„und sie, sie wollen mich jetzt erschlagen?“
„oh ja, das ist’s, was ich jetzt mache.“
„ha. das ich nicht lache, lache, lache.“
was folgte war ein aufwärtshaken,
lautes knacken, blut auf laken.
dann fing er an zu weinen, flehen.
„oh bitte, nein. ich werd‘ jetzt gehen.“
dann lief er weg, ich war allein.
und müde auch, schlief sofort ein.

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ein tolles leben

der taube löwe börtel wünschte sich, er wäre ein tauber elefant. dann würde er den ganzen tag mit seinem langen rüssel im boden nach erdnüssen buddeln, einfach nur in der sonne stehen oder mit den anderen tauben elefanten im tümpel baden, herumtollen und mit wasser um sich spritzen.
„hach, das wäre ein tolles leben“, dachte der taube löwe börtel und jagte der tauben antilope winnie hinterher, die sich just in diesem augenblick wünschte, ein tauber elefant zu sein. dann würde sie den ganzen tag mit ihrem langen rüssel im boden nach erdnüssen buddeln, einfach nur in der sonne stehen oder mit den anderen tauben elefanten im tümpel baden, herumtollen und mit wasser um sich spritzen.
„hach, das wäre ein tolles leben“, dachte die taube antilope winnie, stolperte über einen stein und wurde von dem tauben löwen börtel, der eigentlich gar kein antilopenfleisch mochte, gefressen, während in der parallelwelt nr. acht die beiden tauben elefanten börtel und winnie gerade in einem tümpel badeten, herumtollten und mit wasser um sich spritzten.
„hach, was haben wir ein tolles leben“, dachten die beiden tauben elefanten und tröteten, was sie allerdings nicht hörten.

Veröffentlicht unter heiliger bimbam | 21 Kommentare

wie ein ochse

warum bloggst du?
moment. ich kann mich nicht daran erinnern, ihnen das du angeboten zu haben. also bitte.

ähm, gut. warum bloggen sie?
es gibt da diesen typen, den viktor. ein ziemlich brutaler kerl. sieht aus wie ein ochse. nur ohne hörner. der meinte, wenn ich nicht regelmäßig einen text veröffentliche, dann würde er mich wie ein stäbchen zerbrechen. dann hat er vor meinen augen einen baumstamm zerbrochen. das war ziemlich beeindruckend.

seit wann bloggen sie?
seit viktor diesen… äh, wunsch äußerte. das muss anfang juli 2005 gewesen sein.

selbstportrait:
ich sehe ein wenig aus wie hulk hogan, habe aber keine muskeln. hätte ich muskeln, könnte auch ich jemanden wie ein stäbchen zerbrechen und müsste mir nicht mehr diese texte aus den fingern saugen.

warum lesen leute ihr blog?
also viktor liest mein blog, um zu kontrollieren, ob ich auch regelmäßig etwas veröffentliche. sonst denke ich, dass die meisten hier gar nicht mein blog lesen, sondern nur kommentieren. das ist okay. mache ich ja auch so.

welches war die letzte suchanfrage, über die jemand auf ihre seite kam?
„schwanz absaugen“ – hihi.

welcher ihrer blogeinträge bekam zu unrecht zu wenig aufmerksamkeit?
ich denke, einige meiner ersten texte auf blogger.com hätten es durchaus verdient, von meiner jetzigen leserschaft gelesen (oder wenigstens kommentiert) zu werden.

ihr aktuelles lieblingsblog?
… ist immer dasjenige, welches ich gerade lese.

welches blog haben sie zuletzt gelesen?
des scheibsters blog. (dieser koklei-bladi-dadahü hat mir auch dieses stöckchen an den kopf geworfen.)

wie viele feeds haben sie gerade abonniert?
einemilliondreihundertfünfundachzigtausendzweihundertunddreiundvierzigkommasieben.

an welche vier blogger gibst du das stöckchen weiter und warum?
an die ersten vier, die hier kommentieren. natürlich nur, wenn sie es noch nicht hatten. und wenn sie es überhaupt möchten. ja, so soll es sein.

Veröffentlicht unter heiliger bimbam | 18 Kommentare

phodopus sungorus (37)

„hey, du. kleiner dsungarischer zwerghamster. was machst du da?“
„ich denke mir was aus.“
„darf ich fragen, was?“
„einen witz.“
„oh, lass hören.“
„okay, der witz geht so: eine kröte und ein hase tanzen cha-cha-cha.“
„hmm. der ist aber noch nicht fertig, oder?“
„doch, eigentlich schon.“
„tjo. ziemlich… äh, witzig, würde ich sagen.“
„finde ich auch.“

Veröffentlicht unter Phodopus Sungorus | 11 Kommentare

die unglaubwürdigen abenteuer des raumschiffs ux-4 (13)

logbuch des commanders – sternzeit 040806

einer der beiden tenikus ist heute vor unseren augen explodiert. ich vermute, er wurde in die luft gesprengt. larney sagt zwar, er habe damit nichts zu tun, aber irgendwie glaube ich ihm nicht. obwohl er neben mir in der zentrale stand, als es passierte, und überaus konzentriert den kaputten navigations-computer betrachtete, denke ich, dass er etwas mit der sauerei hier zu tun hat. da ich ihm aber nichts nachweisen kann, darf ich ihn auch nicht bestrafen.
was den explodierten teniku betrifft, ich habe keinen blassen schimmer, ob das nun der echte oder der replizierte gu-pi war. der andere sitzt jetzt jedenfalls wie ein häuflein flumsh in der ecke, brumselt nur vor sich hin und trauert um seinen explodierten freund. da aber beide absolut identisch waren, spielt es im grunde keine rolle, ob dies nun der echte gu-pi ist oder nicht. für den anderen tut es mir natürlich leid. aber mit so etwas muss man halt rechnen, wenn man ein raumschiff betritt.

der omogone und kugel-freund versuchen schon die ganze zeit, gu-pi etwas aufzuheitern, indem der omogone seltsam tanzt und kugel-freund wie ein außer kontrolle geratener flummi mit raketenantrieb um ihn herum spingt. ich muss sagen, der tanz des omogonen sieht gar nicht mal so übel aus. und es würde mich nicht wundern, wenn es gu-pi schon bald wieder besser gehen würde.

moloko kann sich übrigens wieder vollständig bewegen, reden und sogar hüpfen, wie er mir eindrucksvoll gezeigt hat. allerdings hat er noch leichte koordinationsprobleme und läuft ständig gegen irgendwelche sachen. dann lacht er laut und behauptet, sie wären eben noch nicht da gewesen. aber das stimmt natürlich nicht. die replikator-maschine beispielsweise macht über die hälfte des gewichtes der ux-4 aus, kann noch nicht einmal von einem bea-theusischen riesenpiemel bewegt werden und ist eigentlich auch nicht zu übersehen.
ach, moloko. hoffentlich findet er bald wieder zu alter… äh, stärke.

mein name ist commander b. burl. ich bin nur etwa einen halben meter groß, eine wasserratte und werde gleich versuchen, so zu tanzen wie der omogone. ich habe eine riesige commander-mütze auf dem kopf und hier die kontrolle.

meistens.

Veröffentlicht unter raumschiff ux-4 | 21 Kommentare

schon immer anders (2/2)

„erinnerst du dich noch, wie ich in der zwölften klasse ein halbes jahr lang mit zöpfen zur schule gekommen bin?“
„du sagtest damals, deiner mutter ginge es nicht so gut. weil deine kleine schwester von einem elefanten totgetrampelt wurde.“
„ja, das sagte ich.“
„und du sagtest auch, dass deine mutter in dir deine tote schwester sehen würde. deswegen hat sie dir jeden tag zöpfe geflochten. und du musstest auch immer dieses komische, blaue kleid mit den weißen punkten tragen. und diese seltsamen lackschuhe. von deiner toten schwester.“
„ich… ich habe euch angelogen.“
„du hast was?“
„ich habe euch angelogen. ich… habe mir die zöpfe selbst geflochten.“
„das ist nicht wahr?“
„doch. und das ist noch nicht alles. meine…“ norbert atmete tief durch. „meine schwester ist nicht tot.“
„deine schwester ist nicht tot?“
„nein. ich… ich habe noch nie eine schwester gehabt. ich bin ein einzelkind. schon immer gewesen.“
„und die beerdigung?“
„habe ich inszeniert.“
„das glaube ich nicht. du hast die beerdigung deiner schwester, die es in wirklichkeit niemals gab, inszeniert, nur damit du ein halbes jahr lang dieses dämliche, blaue kleid tragen konntest?“
„und die lackschuhe, ja.“
„hu, das ist natürlich starker tobak“, meinte hans. und hatte recht.
„ich weiß. es tut mir… leid.“
„wie soll es nun weiter gehen?“
„jetzt werde ich mir erstmal ordentliche hupen machen lassen.“
„ordentliche hupen, ja. gehört wohl dazu. und das dingens zwischen deinen beinen?“
„du meinst meinen penis?“
„ja.“
„kommt weg“, sagte norbert und stand auf. „möchtest du noch ein bier?“
„besser zwei.“

Veröffentlicht unter heiliger bimbam | 30 Kommentare

schon immer anders (1/2)

„seit wann… ich meine, wie lange bist du schon… anders?“, fragte hans.
„ich war schon immer anders als… andere“, sagte norbert, während hans hastig sein bein wegzog, als sich norberts hand diesem bedrohlich näherte.
„habt ihr euch denn nie gefragt, wieso ich mich jedes jahr zu karneval als kleine zauberfee verkleide?“
„na ja. wir dachten immer, das sei witzig gemeint“, sagte hans. „ich meine, anfangs war es ja auch witzig. aber irgendwann fanden wir es dann schon ein wenig… seltsam. weil du ja auch die ganze zeit wie eine kleine zauberfee umhergetänzelt bist und ständig jedem von uns mit deinem silbernen plastik-zauberstab auf die nase gestupst hast. und dann hast du immer gekichert und mit verstellter stimme gesagt: ‚ich bin norbert, die kleine zauberfee, und ich verwandel dich ich einen ameisenbär‘.“
„aber ihr habt nie etwas dazu gesagt“, meinte norbert.
„doch, schon. nur haben wir damit gewartet, bis du auf toilette warst.“
„oh. das, ja… hätte ich mir denken können.“
„jetzt ist es uns natürlich klar, wieso du dich auch noch mit über dreißig zu karneval als kleine zauberfee verkleidest“, sagte hans.
sie guckten beide zu boden und schwiegen sich an.

Veröffentlicht unter heiliger bimbam | 23 Kommentare

phodopus sungorus (36)

„hey, du. kleiner dsungarischer zwerghamster. was machst du da?“
„ich sinniere.“
„über was sinnierst du denn?“
„über klaus und die welt.“
„wer ist klaus?“
„na, gott natürlich.“
„gott heißt doch nicht klaus.“
„meiner schon.“

Veröffentlicht unter Phodopus Sungorus | 26 Kommentare

am meer festgestellt

fünf dinge, die ich in fünf tagen am meer festgestellt habe:

erstens: das schwimmen mit delfinen gestaltet sich sehr schwierig, wenn keine delfine da sind.
zweitens: das schwimmen mit todesrochen stellt keinen gleichwertigen ersatz für das schwimmen mit delfinen dar.
drittens: mitch buchannon heißt in holland nicht mitch sondern ruud oder jaap und trägt auch am strand seine klompen.
viertens: ruud buchannon rettet einen nicht vor dem ertrinken, wenn man ihm zuvor seine rote rettungsboje (die in holland gelb ist) geklaut und im sand verbuddelt hat.
fünftens: es spielt absolut keine rolle, ob man seine schweißdrüsen noch hat oder nicht, wenn man von einem hai angegriffen wird.

nichts desto trotz, ich bin wieder da. (hurra.)

Veröffentlicht unter heiliger bimbam | 16 Kommentare

nichts neues zu lesen

erschrecken sie nicht, wenn sie die nächsten tage hier nichts neues zu lesen bekommen. und seien sie bitte auch nicht beunruhigt oder gar traurig. ich bin doch nur im urlaub. am meer. bis sonntag. tschö.

Veröffentlicht unter heiliger bimbam | 15 Kommentare

der babilonische stolpervogel

wenn man im nationalpark von mokunana auf einen baum klettert (was man eigentlich nicht darf), sich möglichst wenig bewegt und viel zeit mitgebracht hat, wird man irgendwann – wenn man sehr, sehr viel glück hat – den recht scheuen babilonischen stolpervogel zu gesicht bekommen.
der babilonische stolpervogel ist ein ziemlich hässlicher vogel. er ist überaus hager, etwa einen meter groß und vom aussterben bedroht. er hat einen viel zu großen kopf auf einem langen, viel zu dünnen hals, einen winzigen schnabel und zwei schielende augen, die darauf hindeuten, dass der babilonische stolpervogel das zweitdümmste lebewesen der welt ist.*
der babilonische stolpervogel verbringt kaum zeit mit fliegen, eigentlich gar keine, da seine flügel nur zwei kleine stummel ohne federn sind. er ist alles in allem ziemlich kahl, so dass sich der ein oder andere heimliche beobachter aufgrund der fehlenden federnpracht schon zu sätzen wie „heiliger bimbam, es ist wahr. der babilonische stolpervogel sieht tatsächlich aus wie ein gerupftes huhn. ob er auch so schmeckt?“ hat hinreißen lassen, was der stolpervogel zwar meist hört, da er verteufelt gute ohren hat, aber nicht versteht, da er ein vogel ist.
wenn der babilonische stolpervogel einen menschen dies oder andere sachen sagen hört, macht der stolpervogel das, was er eigentlich die ganze zeit macht. er gibt seltsame geräusche von sich, die entfernt an ein schwangeres nasenbärweibchen mit schluckauf erinnern, und läuft planlos durch die gegend. dabei sieht es so aus, als würde der babilonische stolpervogel ständig nach vorne kippen. bevor er aber auf seinem winzigen schnäbelchen landet, schafft es der stolpervogel jedoch jedes mal, scheinbar im allerletzten moment doch noch eines seiner langen, ziemlich zerbrechlich wirkenden beine nach vorne zu schleudern, um so den sturz abzufangen, während er aber im gleichen moment wieder droht, das gleichgewicht zu verlieren und nach vorne zu kippen. so ist der babilonische stolpervogel ständig in bewegung. würde er versuchen, stehen zu bleiben, würde er vermutlich tatsächlich umkippen.
man ist sich nicht sicher, ob der babilonische stolpervogel niemals schläft oder aber im stolpern schläft. die gelegentlichen kollisionen mit bäumen, sträuchern und ahnungslosen elefanten deuten aber darauf hin, dass der babilonische stolpervogel tatsächlich im stolpern schläft. oder aber verdammt schlechte augen hat.

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*das dümmste lebewesen der welt ist der dumme runkelfrosch. dieser verbringt ein großteil seines lebens damit, auf einen baum zu klettern, weil er sich für einen vogel hält. einen wesentlich kürzeren teil seines lebens verbringt der dumme runkelfrosch mit fliegen.

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gesichtsmimik wie steven

mein hamster hat eine ähnlich ausdrucksschwache gesichtsmimik wie steven seagal, kann aber kein karate. (so, jetzt wissen sie das auch.)

Veröffentlicht unter heiliger bimbam | 22 Kommentare

die unglaubwürdigen abenteuer des raumschiffs ux-4 (12)

logbuch des commanders – sternzeit 210706

das wichtigste vorneweg: moloko lebt. das habe ich heute morgen festgestellt, als ich eher zufällig an der besenkammer vorbeischlenderte, in die wir unseren etwas steifen freund gestellt hatten, und ein leises, ziemlich unverständliches brabbeln aus dieser zu hören war. das brabbeln wurde lauter, als ich das schott zur kammer öffnete, blieb aber weiterhin unverständlich. denn moloko lebt zwar und kann auch schon wieder ohren, augen und auch seine nase bewegen, seine zunge jedoch noch nicht. den rest seines körpers übrigens auch nicht, aber das wird schon noch.
ich habe larney gesagt, er solle den guten moloko in die zentrale der ux-4 stellen, damit er nicht mehr so allein ist. und dort steht er nun. mit nach oben gerichteten daumen zwischen dem immer noch kaputten navigations-computer und der nicht mehr kaputten replikator-maschine.

mit dieser ist es mir gelungen, gu-pi zu replizieren. zwei mal. denn irgendwie habe ich wohl in meiner ungeduld zu oft auf den replizier-knopf gedrückt. jedenfalls laufen hier nun zwei tenikus rum, die sich anscheinend mehr als gern haben, die ganze zeit wie zwei methanolische todes-kletten aneinander hängen und sich… na, egal.
dummerweise weiß ich nicht, wer von den beiden der echte gu-pi ist, denn beide sehen absolut identisch aus. und wenn man sie fragt, brumseln sie einen nur in ihrer seltsamen sprache an, gucken komisch und gehen dann hand in hand weg. larney hat daher vorgeschlagen, einfach einen von den beiden zu eliminieren. aber ich weiß nicht. vielleicht fällt mir noch eine bessere lösung ein.

dem omogonen ist zwar keine bessere lösung, dafür aber ein name für seinen kleinen, hüpfenden freund von lp-deti eingefallen. und zwar nennt er ihn jetzt kugel-freund, was ich ehrlich gesagt ja ziemlich einfallslos finde. ich hätte mir da einen schöneren namen ausgedacht. koklei-bladi-dadahü, oder so. aber gut. solange kugel-freund nicht plötzlich neben mir explodiert, soll es mir egal sein.

mein name ist commander b. burl. ich bin nur etwa einen halben meter groß, ein bücherwurm und werde heute noch herausfinden, wer der echte gu-pi ist. ich habe eine riesige commander-mütze auf dem kopf und hier die kontrolle.

meistens.

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wie ein langsam faulender

„mein kaktus heißt gabi.“
„aus einem bestimmten grund?“
„ich kannte mal eine gabi, die sah aus wie ein kaktus.“
„tatsächlich?“
„ja. sie hat auch gerochen wie ein kaktus. also wie ein langsam faulender kaktus.“
„haben wir das nicht alle?“
„schon. aber wenigstens sahen wir nicht so aus.“
„das stimmt.“
„manchmal frage ich mich, was gabi wohl heute macht.“

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phodopus sungorus (35)

„hey, du. kleiner dsungarischer zwerghamster. was machst du da?“
„ich laufe aus.“
„incontinentia urinae?“
„sozusagen. ’ne idee, was man da machen kann?“
„ich könnte dir windeln besorgen.“
„ein hamster trägt keine windeln.“
„hmm. wir könnten die pfütze unter dir auf eine schweißdrüsenüberfunktion schieben?!“
„das wäre mir lieber.“
„eine dauerlösung ist das aber nicht.“

Veröffentlicht unter Phodopus Sungorus | 27 Kommentare

‚tschuldigung, frau schnute

„hallo frau schnute“, sagte ich, und frau schnute antwortete:
„guten tag. hier ist der automatische anrufbeantworter von frau schnute. ich bin zur zeit nicht zu hause. bitte sprechen sie nach dem pfiepton.“
*pfiep*
„äh, ja. hallo frau schnute“, sagte ich noch einmal. „ich bin’s. ich… ich wollte mich nur bei ihnen entschuldigen. wegen der… der sache von letztens, sie wissen schon. wir haben uns ja jetzt schon länger nicht mehr gesehen und ich… ähm, ja. es tut mir wahnsinnig leid, dass ich in ihr blumenbeet gekotzt habe, frau schnute. das… ja, ist mir wirklich sehr unangenehm. und das, was ich da so alles zu ihnen gesagt habe, das… ähm, tut mir natürlich auch sehr leid. auch wenn ich mich beim besten willen nicht mehr daran erinnern kann, was genau ich gesagt habe. aber es… äh, war bestimmt nicht sehr nett. und deswegen… ähm, ja. ‚tschuldigung, frau schnute. und bis dann mal. ja? ach… tschö.“
*klick*

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die fremde frau, denn sie sah alles

ich überlegte gerade, wie ich die geschichte eines mannes, der ein bad nehmen möchte, sich dann aber doch nur die füße wäscht, spannend erzählen kann, da klingelte es an der tür. ich machte auf, und eine nackte frau fiel mir um den hals.
„ich bin ihnen so dankbar“, hauchte sie in mein ohr.
„och. gern geschehen“, antwortete ich, ohne zu wissen, wofür sie mir dankbar war. ich umarmte die fremde frau, denn sie sah alles andere als abstoßend aus und roch auch sehr gut. „wollen sie nicht reinkommen?“, fragte ich, und die frau nickte.
„das ist martin“, sagte ich, als wir an der küche vorbeigingen. „mein mitbewohner.“
„hallo“, sagte martin, der wie immer ziemlich zerschlagen aussah, am küchentisch hockte und an einem bier nippelte.
„beachten sie ihn einfach nicht.“
die nackte beachtete ihn nicht.
ich führte sie in mein schlafgemach.
„sie können es sich dort schonmal gemütlich machen“, sagte ich und deutete auf mein bett. „ich werde nur kurz ein bad nehmen.“
„lassen sie mich nicht so lange warten“, hauchte die nackte frau, kletterte in mein bett und ließ bimbo, den stoffaffen, ihren venushügel besteigen.
„ich … äh, nein. natürlich … nicht“, stotterte ich. „dann werde ich mir nur kurz die … ähm, füße waschen. geben sie mir nur eine minute“, sagte ich und flitzte ins badezimmer, während bimbo sich wünschte, dieser augenblick würde niemals vergehen.

Veröffentlicht unter heiliger bimbam | 21 Kommentare

die unglaubwürdigen abenteuer des raumschiffs ux-4 (11)

logbuch des commanders – sternzeit 140706

ich habe heute larney, den omogonen und auch das kugel-wesen von lp-deti, das immer noch nicht explodiert ist, aus der kammer gelassen. larney und der omogone haben sich sehr darüber gefreut. beim kugel-wesen bin ich mir nicht sicher. aber ich denke, das ding ist schon glücklich, wenn es einfach nur um den omogonen hüpfen kann. das macht es auch. ständig. und nichts anderes. worüber ich mich aber auch nicht beschweren möchte. solange das ding hüpft, explodiert es auch nicht. hoffe ich. der omogone jedenfalls hat sich mittlerweile an seinen kleinen kameraden gewöhnt. er überlegt sich gerade einen passenden namen für seinen neuen freund.

larney hat sich noch einmal dafür entschuldigt, mich mit einem ewok verglichen zu haben. er hat hoch und heilig versprochen, nie wieder fiese witze über mich oder meine körpergröße zu machen. da ich aber nicht glaube, dass er das lange durchhält, werde ich mir auf jeden fall schonmal drakonische strafmaßnahmen für ihn überlegen.

moloko kann sich übrigens immer noch nicht bewegen. ich habe ihn daher in die besenkammer stellen lassen. dort kann er vorerst bleiben, stört keinen, und der omogone, der bisher neben dem navigations-computer auf dem boden schlafen musste, kann nun in molokos kabine nächtigen. falls sich moloko doch irgendwann wieder bewegen sollte, muss ich mir natürlich eine andere lösung einfallen lassen. eventuell kann moloko dann gu-pis kabine haben. der ist nämlich heute in die replikator-maschine gestiegen, um sie zu reinigen, und dann plötzlich verschwunden. sachen gibt’s.

mein name ist commander b. burl. ich bin nur etwa einen halben meter groß, ein feinschmecker und werde gleich versuchen, gu-pi replizieren zu lassen. ich habe eine riesige commander-mütze auf dem kopf und hier die kontrolle.

meistens.

Veröffentlicht unter raumschiff ux-4 | 15 Kommentare

auf dem hut

der alte mann trägt einen hut,
und auf dem hut sitzt ein mann, der trägt einen hut,
und auf dem hut sitzt ein mann, der trägt einen hut,
und auf dem hut sitzt ein mann, der trägt einen hut,
und auf dem hut sitzt ein mann, der jongliert mit faulen eiern.
ne, was tun die stinken.

Veröffentlicht unter heiliger bimbam | 23 Kommentare

schon wieder lust

heute sind endlich meine deutschland-fähnchen fürs auto angekommen. besser spät als nie. werde sie gleich mal an meinem fahrrad befestigen. mein auto ist nämlich noch bis nächste woche in der werkstatt. winky, der blinde elefant meines nachbarn, ist nämlich aus versehen erst gegen oma lise aus dem dritten stock und dann gegen die fahrertür meines autos gerannt. jetzt muss winky eingeschläfert werden. oma lise vielleicht auch.
wenn ich noch mein bobbycar hätte, könnte ich die fähnchen auch an dieses schrauben. aber nach der sache mit den startgeldern habe ich dem bobbycar-zirkus „good bye“ gesagt und mein bobbycar verkauft. aber wenn ich jochen und nils so mit ihren bobbycars durch die gegend flitzen sehe, bekomme ich ja schon wieder lust. man sollte niemals nie sagen. mit dem sackhüpfen habe ich ja schließlich auch wieder angefangen.

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von einem monster gefressen

obel wachte auf, als das monster an seinem bett rüttelte und ihm ins gesicht fauchte. er rieb sich die augen und gähnte kurz.
„du lieber himmel, noch nicht einmal vier uhr“, stellte er nach einem kurzen blick auf seinen wecker fest. dann bemerkte er das monster, das immer noch an seinem bett rüttelte und keine anstalten machte, damit aufzuhören. „junge, beruhig dich mal wieder“, sagte obel und musterte das monster. „was bist du überhaupt?“
„ein monster“, sagte das monster.
„ein ziemlich hässliches noch dazu.“
das hässliche monster machte ein ziemlich dummes gesicht und hörte auf zu rütteln.
„ich bin nicht hässlich“, behauptete es.
„ach nein? hast du in letzter zeit mal in den spiegel geschaut?“, fragte obel.
„äh, nein. das habe ich nicht“, gab das monster zu. „aber wir sind doch alle nicht sehr … schön.“
„also ich bin schön“, fand obel.
„nein. ich meine wir monster. wir sind doch alle nicht sehr schön.“
„hmm, keine ahnung. ich kenne nicht sehr viele monster“, sagte obel. „eigentlich kenne ich gar keine monster. nur dich. und du bist so ziemlich das hässlichste monster, das ich mir vorstellen kann. was sind das da überhaupt für komische dinger an deinem kopf? fühler?“
„tentakel“, sagte das monster. es überlegte. „aber monster müssen doch auch nicht schön sein“, sagte es schließlich.
„ach nein, und wieso nicht?“
„na weil … weil …“
„ja?“
„weil die menschen doch nur angst vor uns haben, wenn wir grauselig aussehen.“
„also ich habe keine angst vor dir.“
„hmm“, meinte das monster. „gar keine angst?“
„nicht die bohne.“
„auch nicht, wenn ich ich fürchterlich fauche?“
„nö.“
das monster dachte angestrengt nach. schließlich sagte es:
„im grunde spielt es doch auch gar keine rolle, wie ich aussehe. weil ich dich ja eh fressen werde.“
„für mich spielt das aber sehr wohl eine rolle. oder glaubst du wirklich, ich möchte von einem monster gefressen werden, das so hässlich ist?“
„ich … äh“, stotterte das monster. „du bist nicht nett.“
„heiliger bimbam, ich bin nicht nett“, lachte obel. „du kommst mitten in der nacht aus meinem schrank gestapft, rüttelst wie ein bekloppter an meinem bett und fauchst mir ins gesicht. ist das etwa nett?“
das monster überlegte.
„nein“, sagte es kleinlaut.
das hässliche monster war ziemlich verwirrt. es konnte sich nicht daran erinnern, mit einem menschen jemals solch eine diskussion geführt zu haben. die meisten menschen reagieren völlig anders, wenn es an ihren betten rüttelt. in der regel kreischen sie. ziemlich laut und ununterbrochen. und auch dann noch, wenn sie in seinem mächtigen magen verschwinden.
„sehr nett hingegen wäre es, wenn du mich endlich weiterschlafen lassen würdest“, sagte obel. „ich habe einen langen tag vor mir.“
das monster kratzte sich mit einer seiner riesigen pranken am kopf. nein, so etwas war ihm noch nie passiert.
„ja. natürlich“, grummelte es schließlich und trottete zurück in den schrank.

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kaputte schwimmbrille

wenn man „blog“ rückwärts schreibt, erhält man das wort „golb“, welches im deutschen allerdings keinen sinn ergibt.* vertauscht man aber noch das „l“ mit dem „o“ und ersetzt anschließend das „l“ durch ein „r“, so führt dies – man mag es kaum glauben – zu „grob“. prüfen sie es ruhig nach.

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*auf mokunanesisch hingegen bedeutet „golb“ so viel wie „kaputte schwimmbrille“. oder auch „vollbusiges teufelsweib“. je nachdem, wie man „golb“ betont.

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die unglaubwürdigen abenteuer des raumschiffs ux-4 (10)

logbuch des commanders – sternzeit 070706

moloko hat sich heute bewegt. zumindest lag er, als ich heute nach ihm schauen wollte, nicht mehr in seinem bett, sondern stand in der ecke seiner kabine und starrte an die wand. er hatte eine bogal-bogalische flagge um seine schultern gehangen, und sein daumen war immer noch nach oben gerichtet. deswegen glaube ich, dass sich moloko immer noch nicht bewegen kann und sich nur wieder irgendjemand einen spaß mit ihm erlaubt hat. als ich ihn nur leicht angetippt habe, ist der arme kerl umgekippt und steif am boden liegengeblieben. ich habe mich ganz schön erschrocken. ich werde den anderen sagen, dass sie moloko doch endlich in ruhe lassen sollen. zumindest so lange, bis wir wissen, ob er noch lebt. da bin ich mir nämlich gar nicht mehr so sicher.

wenigstens können wir jetzt wieder die replikator-maschine benutzen. dank dem omogonen. als dieser nämlich gestern an der maschine und dem hüpfenden kugel-wesen von lp-deti vorbei ging, hat sich dieses merkwürdige hüpf-ding anscheinend so sehr zu unserem omogonen hingezogen gefühlt, dass es ihm gefolgt ist und nicht mehr von der seite wich. anfangs war dem omogonen das nicht geheuer. aber da das kugel-wesen keine anzeichen machte, zu explodieren, hat er sich wieder ein wenig entspannt. wenn das hüpf-ding in zwei tagen immer noch nicht explodiert ist, lassen wir beide wieder aus der kammer, in die ich sie habe sperren lassen.

obwohl ich schon drei tage kein flumsh mehr gegessen habe und mich bis zu sieben mal am tag rasiere, sehe ich immer noch aus wie ein wookie. eher wie ein ewok, meinte larney und spielte damit wohl auf meine geringe körpergröße an. als er merkte, dass ich das gar nicht lustig fand, verbesserte er sich schnell und meinte, ich sehe doch eher aus wie ein wookie. wie ein kleiner wookie. dann hat er gelacht. ich habe larney daraufhin zu dem omogonen und seinem kleinen kugel-freund in die kammer gesperrt. da kann er mal in ruhe über körpergrößen-witze nachdenken.

mein name ist commander b. burl. ich bin nur etwa einen halben meter groß, ein knallharter hund und finde witze über meine körpergröße alles andere als witzig. ich habe eine riesige commander-mütze auf dem kopf und hier die kontrolle.

meistens.

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aus dem stand etwa zwei meter hoch

der mann kam direkt auf mich zu.
„halten sie ihn auf“, kreischte eine frau mittleren alters. „er hat meine handtasche geklaut.“
„aha, ein räuber also“, dachte ich und fuhr blitzschnell den arm aus, als der halunke unauffällig an mir vorbei schlendern wollte. meine faust erwischte den bösen mann voll am kinn, und er sank zu boden. dann sprang ich aus dem stand etwa zwei meter hoch und landete mit beiden füßen in seinem magen.
der räuber krümmte sich zusammen und rang nach luft.
„nein“, rief die bestohlene frau, doch ich nahm sie nicht wahr.
stattdessen nahm ich einen kanaldeckel, wuchtete diesen in die höhe und ließ ihn auf den kopf des diebes fallen. der gusseiserne deckel blieb auf dem schurken liegen.
„sie böser, böser mensch“, sagte ich. „dafür sollte man sie ein leben lang einsperren.“
der räuber wimmerte leise unter dem schweren deckel, während die frau auf mich zugerannt kam. sie erreichte mich schließlich und blieb neben mir stehen.
„nicht dieser mann“, keuchte sie und zeigte mit dem finger hinter mich. „dieser mann.“
ich sah gerade noch, wie ein anderer mann um eine ecke rannte und verschwand.
„ach so“, sagte ich, als ich meinen fehler erkannte. „dieser mann.“
der mann zu unseren füßen wimmerte nun nicht mehr. allerdings zuckte sein rechtes bein.
„das sieht nicht gut aus“, stellte die frau bestürzt fest, während ich unbemerkt hinab in die kanalisation kletterte.

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minnie mizola. haha…

der film blues brothers aus dem jahre 1980 ist ja neben guter musik auch gespickt mit jeder menge überaus witziger dialoge. aus diesem grunde gehört er auch zu meinen absoluten all time faves. an einen dieser dialoge musste ich eben denken, als ich den kopfstand für meinen großen auftritt heute abend geübt habe. und allein bei dem gedanken an diese szene musste ich so dolle schmunzeln, dass ich den kopfstand nicht länger halten konnte und voll karacho in den küchentisch gekracht bin. das tat ganz schön weh, kann ich ihnen sagen. und leider ist meine supertolle obstschale dabei zu bruch gegangen.
an folgende szene musste ich denken:

die blues brothers band steht auf der bühne im palace hotel ballroom, das publikum tobt. jake und elwood sind noch nicht da, und die band wird langsam nervös. mr. fab will schließlich abhauen, willie beklagt sich („mann, wir waren so nah dran.“), da kommt curtis (cab calloway) auf die idee, zur überbrückung den song „minnie the moocher“ zu spielen. also fragt er in die runde:
„hey, kennt ihr jungs ‚minnie the moocher‘?“
und murph antwortet nur:
„ich kannte mal ’ne nutte, die hieß minnie mizola.“

er kannte mal ’ne nutte, die hieß minnie mizola. minnie mizola. haha… okay, liest sich jetzt irgendwie nur wenig spektakulär, stelle ich fest. aber musste ich trotzdem mal los werden. schon allein wegen meiner wundervollen obstschale.

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vorher ein wenig gras

bernd stand mit dem rücken an einen baum gelehnt und balancierte einen apfel auf seinem kopf.
„vielleicht ist das doch keine so gute idee“, sagte er.
„keine bange“, meinte olaf, spannte seinen flitzebogen und zielte auf den apfel.
für bernd sah es so aus, als zielte olaf auf seinen kopf. er machte daher ein ziemlich gequältes gesicht.
„bist du dir auch ganz sicher, dass du den apfel triffst?“, fragte bernd.
„natürlich. aus der entfernung kann ich gar nicht daneben schießen.“
olaf ließ den bogen sinken und ging noch einen schritt zurück.
„aber das sind bestimmt zwanzig meter“, schätzte bernd. „eher fünfundzwanzig.“
„ich bin ein guter schütze“, behauptete olaf.
„solltest du nicht trotzdem vorher ein wenig gras in die luft werfen, um zu schauen, aus welcher richtung der wind weht?“
„wilhelm tell hat auch kein gras in die luft geworfen, bevor er seinem opa den apfel vom kopf geschossen hat.“
„wilhelm tell hat auch nicht seinem opa den apfel vom kopf geschossen, sondern seinem sohn.“
„tatsächlich?“
„ja. und zwar mit einer armbrust, und nicht mit so einem ollen, selbstgebastelten flitzebogen.“
„wie dem auch sei. jedenfalls hat sein sohn nicht die ganze zeit gequasselt, als wilhelm sich konzentrieren wollte.“
„ach, weißt du was?“, sagte bernd. „ich gehe jetzt.“
„und was ist mit den vielen leuten?“ olaf zeigte mit dem gespannten bogen auf die vielen leute, die um sie herum standen. einige duckten sich oder versteckten sich hinter denen in der ersten reihe. „die sind extra gekommen, um zu sehen, wie ich dir einen apfel vom kopf schieße.“
bernd blickte in die runde.
etwa fünfhundert gesichter blickten erwartungsvoll zurück.
„hmm. na gut“, sagte bernd schließlich.
„okay.“
olaf schloss sein rechtes auge, blinzelte durch das linke, konzentrierte sich und zielte erneut auf den apfel. bernd schwitzte derweil wie ein piemelbrüter, schloss beide augen und betete. dann ließ olaf den pfeil los.
der pfeil flog flatternd und wie in zeitlupe durch die luft und bohrte sich schließlich gut fünf meter vor bernds füßen halbherzig in den boden.
„mist“, sagte olaf, und bernd öffnete die augen.
„buh“, riefen einige leute. andere drehten sich um und gingen kopfschüttelnd weg.
„oh“, meinte bernd. „das war wohl nichts.“
„das war nichts“, bestätigte ihn olaf. „vielleicht hätte ich doch vorher ein wenig gras in die luft werfen sollen.“

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diese geschichte kenne ich doch schon

bis nach panama

als ich heute morgen mein fenster öffnete, da saß ein kleiner junge auf dem fensterbrett und lächelte mich freundlich an. nun muss man wissen, dass ich im elften stock eines nicht wirklich schön anzusehenden hochhauses wohne, und nicht einmal eine regenrinne oder gar eine feuerleiter an meinem fenster vorbei führt. und so fragte ich den kleinen jungen:
„hallo, kleiner junge. sag, wie bist du hier heraufgekommen?“
„ich bin geflogen“, sagte der kleine junge und reichte mir einen apfel.
„danke“, sagte ich und nahm den apfel entgegen.
„es ist ein zauberapfel“, sagte der kleine junge, sprang von dem fensterbrett und flog davon.
„ein zauberapfel“, wiederholte ich. „lecker sieht er aus.“
ich nahm schnell einen großen bissen von dem zauberapfel und kletterte nach draußen.
dann flog ich über die dächer und wolken und bis nach panama.
morgen komme ich zurück.

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wenn sie jetzt sagen „och nö, das ist ja ein alter hut, diese geschichte kenne ich doch schon“, dann haben sie natürlich recht. diese geschichte ist tatsächlich ein alter hut. und zwar ein genau ein jahr alter hut.
„und warum zum heiligen klabauterschlumpf veröffentlichen sie diese geschichte dann noch einmal?“
nun, das hat natürlich einen grund. denn diese geschichte ist nicht nur auf den tag genau ein jahr alt, sondern auch die allererste geschichte, die es auf „tod eines zu mittag speisenden“ zu lesen gab.
„och, das heißt ja …“
ganz genau, das heißt es. „tod eines zu mittag speisenden“ gibt es jetzt schon ein jahr. hurra.
„hurra. aber möchten sie sich nicht bedanken?“
doch, natürlich. bedanken möchte ich mich. und zwar bei all denen, die meine kleinen geschichten, dialoge und sonstigen texte lesen, freiwillig und ohne dafür geld zu bekommen.
„das sind doch bestimmt nicht viele.“
viel mehr, als ich jemals zu hoffen gewagt hätte.
„also über zehn leser?“
ja, über zehn leser. und bestimmt noch einmal so viele leserinnen.
„ui, nicht schlecht. und bei wem wollen sie sich noch bedanken?“
natürlich auch bei denen, die nicht nur lesen, sondern auch kommentieren. unkommentierte texte sind wie füße ohne zehen, sage ich immer. und das stimmt. also, vielen dank für die zahlreichen wundervollen und oftmals überaus amüsanten kommentare.
„och, das haben sie aber schön gesagt.“
das finde ich auch.

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die unglaubwürdigen abenteuer des raumschiffs ux-4 (9)

logbuch des commanders – sternzeit 300606

larney hat es nun endlich geschafft, die replikator-maschine zu reparieren. dafür sind wir ihm alle sehr dankbar, denn von dem ganzen flumsh in der letzten zeit sind uns an den witzigsten körperstellen haare gewachsen. nur gu-pi sieht immer noch genauso haarlos und seltsam aus wie vorher. allerdings hat er auch nicht von dem flumsh gegessen.

dass die replikator-maschine wieder funktioniert, ist die gute nachricht. dass uns eins dieser komischen, türkisfarbenen kugel-wesen unbemerkt ins raumschiff gefolgt ist und nun schon seit zwei tagen neben der replikator-maschine auf der stelle hüpft, die schlechte. keiner von uns traut sich auch nur in die nähe der maschine und dieses wesens. bisher hat es zwar noch keine anzeichen gemacht, zu explodieren, aber vielleicht wartet es ja auch einfach nur auf den richtigen augenblick. jedenfalls haben wir – und besonders der omogone – gewaltigen respekt vor diesem kleinen flummi und seiner enormen sprengkraft.

nur moloko nicht. der liegt immer noch in seinem bett und kann sich nicht bewegen. irgendein scherzkeks hat ihm sein rotes stirnband um den immer noch nach oben gerichteten daumen gewickelt und dem armen kerl flumsh in die ohren gesteckt. aber ich muss zugeben, es sah schon sehr lustig aus.

mein name ist commander b. burl. ich bin nur etwa einen halben meter groß, momentan ziemlich stark behaart und werde larney gleich mal sagen, dass er moloko das flumsh aus den ohren waschen soll. ich habe eine riesige commander-mütze auf dem kopf und hier die kontrolle.

meistens.

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